Steuern · Grunderwerbsteuer Bremen

Grunderwerbsteuer Bremen 2026: 5,5 %

Kurz: Die Grunderwerbsteuer in Bremen beträgt 5,5 % vom Kaufpreis. Auf 350.000 € sind das 19.250 €. Der Satz gilt seit dem 01.07.2025 und ist zum 15. August 2026 unverändert in Kraft. Fällig wird die Steuer mit dem notariellen Kaufvertrag, gezahlt wird sie vom Käufer direkt ans Finanzamt.
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Berechnung

5,5 % auf den Kaufpreis – drei Beispiele

Bemessungsgrundlage ist nach § 8 Abs. 1 GrEStG die Gegenleistung. In aller Regel ist das der beurkundete Kaufpreis; mitverkauftes Inventar darf abgezogen werden.

KaufpreisGrunderwerbsteuer (5,5 %)Kaufneben­kosten ohne Makler (7,0 %)Mit Makler (12,95 %)
250.000 €13.750 €17.500 €32.375 €
350.000 €19.250 €24.500 €45.325 €
800.000 €44.000 €56.000 €103.600 €

Die Maklercourtage von 5,95 % ist der ortsübliche Käuferanteil für ein Mehrfamilienhaus. Kauft ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus, begrenzen die §§ 656c/656d BGB seinen Anteil zusätzlich auf die Hälfte der Gesamtcourtage. Notar und Grundbuch sind mit 1,5 % angesetzt – die GNotKG-Tabelle B ist degressiv, bei großen Kaufpreisen liegt der reale Anteil darunter.

Rechenbeispiel

Zinshaus in Bremen: was 5,5 % konkret kosten

Ein typisches kleineres Zinshaus in Bremen mit 600 m² Wohnfläche: Bestandsmiete 8,1 €/m², Jahresnettomiete 58.140 €, Faktor 22 (Mitte der Spanne 19–25). Das ergibt einen Kaufpreis von rund 1.279.000 €.

Grunderwerbsteuer (5,5 %)
70.345 €
Notar & Grundbuch (1,5 %)
19.185 €
Makler, Käuferanteil (5,95 %)
76.101 €
Kaufnebenkosten gesamt (12,95 %)
165.631 €

Miete und Faktor stammen aus den Marktdaten für Bremen (Stand 2026). Die Bestandsmiete ist mit 85 % der Durchschnittsmiete angesetzt; ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

Kaufneben­kosten Bremen berechnen

Kaufpreis eintragen – 5,5 % Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklercourtage sind für Bremen hinterlegt.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
58.200 €
Kaufnebenkosten (12,95 %)
165.631 €
Gesamtinvestition
1.444.631 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
46.560 €

Bruttomietrendite

4,55 %

Nettomietrendite

3,22 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 5,95 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Rechtsgrundlage

Seit wann gelten 5,5 % in Bremen?

Die jüngste Erhöhung bundesweit: zum 1. Juli 2025 von 5,0 % auf 5,5 %. Maßgeblich ist der Tag des notariellen Vertragsschlusses, nicht der Übergabetermin.

Aktueller Satz
5,5 %
Gilt seit
01.07.2025
Vorheriger Satz
5,0 % – bis zum 01.07.2025
Rechtsgrundlage
Gesetz vom 16.11.2010, §§ 1, 2 in der Fassung vom 22.01.2025
Stand der Prüfung
15. August 2026

Satzverlauf in Bremen seit 1997

Letzte Änderung: 01.07.2025 (von 5,0 % auf 5,5 %). Bis zum 31.08.2006 legte der Bund den Satz fest, seitdem die Länder.

Gilt abSatzÄnderungAuf 350.000 €
01.07.20255,5 %+0,5 Pkt.19.250 €
01.01.20145,0 %+0,5 Pkt.17.500 €
01.01.20114,5 %+1 Pkt.15.750 €
01.01.19973,5 %Bundessatz12.250 €

Maßgeblich für den Satz ist der Tag, an dem der Erwerbsvorgang verwirklicht wird – also die notarielle Beurkundung. Wer vor einem Stichtag beurkundet und erst danach ins Grundbuch eingetragen wird, zahlt noch den alten Satz.

Städte

Grunderwerbsteuer in Bremen, Bremerhaven & Co.

Die Grunderwerbsteuer ist reine Landessache – es gibt keine kommunalen Zuschläge. In Bremen und Bremerhaven gilt derselbe Satz von 5,5 % wie im gesamten Land Bremen. Was sich zwischen den Städten unterscheidet, sind Kaufpreise, Mieten und damit die Rendite – nicht die Steuer.

Nachbarländer

Bremen und seine Nachbarn im Vergleich

Wer grenznah sucht, zahlt je nach Seite der Landesgrenze einen anderen Satz. Verglichen auf 1.279.000 € Kaufpreis – dem Zinshaus-Beispiel aus Bremen:

BundeslandSatzSteuerDifferenz
Bremen5,5 %70.345 €–
Niedersachsen5,0 %63.950 €−6.395 €

Alle 16 Bundesländer im Überblick →

Häufige Fragen

Grunderwerbsteuer Bremen – FAQ

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026 in Bremen?
Die Grunderwerbsteuer in Bremen beträgt 5,5 % vom Kaufpreis. Auf 350.000 € sind das 19.250 €. Der Satz gilt seit dem 01.07.2025 und ist zum 15. August 2026 unverändert in Kraft. Rechtsgrundlage: Gesetz vom 16.11.2010, §§ 1, 2 in der Fassung vom 22.01.2025.
Wann wird die Grunderwerbsteuer in Bremen fällig?
Der Steueranspruch entsteht mit dem notariellen Kaufvertrag – nicht mit der Übergabe und nicht mit der Grundbucheintragung. Der Notar meldet den Vorgang dem Finanzamt, das dem Käufer einen Steuerbescheid schickt, üblicherweise innerhalb von vier bis acht Wochen. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung; ohne sie erfolgt keine Eintragung als Eigentümer.
Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Bremen?
5,5 % Grunderwerbsteuer plus rund 1,5 % für Notar und Grundbuch ergeben 7,0 % ohne Makler. Mit der ortsüblichen Käufercourtage von 5,95 % für ein Mehrfamilienhaus sind es 12,95 %. Bei einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus, die ein Verbraucher kauft, begrenzen die §§ 656c/656d BGB den Käuferanteil zusätzlich auf die Hälfte der Gesamtcourtage.
Welcher Satz gilt in Bremen für einen Kauf aus einem früheren Jahr?
Maßgeblich ist der Tag des notariellen Vertragsschlusses. Bremen: ab 01.01.1997 3,5 %, ab 01.01.2011 4,5 %, ab 01.01.2014 5,0 %, ab 01.07.2025 5,5 %. Ein Kauf, der vor einem Stichtag beurkundet und erst danach ins Grundbuch eingetragen wurde, wird noch mit dem alten Satz besteuert.
Kann ich die Grunderwerbsteuer in Bremen absetzen?
Bei einer vermieteten Immobilie gehört die Grunderwerbsteuer zu den Anschaffungsnebenkosten. Sie wird anteilig dem Gebäudewert zugeschlagen und über die AfA abgeschrieben – bei einem Gebäudeanteil von 80 % und 2,0 % linearer AfA also über 50 Jahre. Sofort als Werbungskosten abziehbar ist sie nicht. Bei Selbstnutzung ist sie gar nicht absetzbar.
Lässt sich die Grunderwerbsteuer in Bremen senken?
Bemessungsgrundlage ist nach § 8 Abs. 1 GrEStG die Gegenleistung – nicht automatisch der volle Kaufpreis. Mitverkaufte bewegliche Sachen (Einbauküche, Markisen, Gartengeräte) sind keine Gegenleistung für das Grundstück und dürfen abgezogen werden, wenn sie im Notarvertrag einzeln mit realistischen Zeitwerten ausgewiesen sind. Bei 5,5 % spart ein abgesetztes Inventar von 15.000 € rund 825 €. Eine Erhaltungsrücklage der WEG mindert die Bemessungsgrundlage ebenfalls.

Hinweis: keine Steuerberatung. Die Angaben geben den Rechtsstand zum 15. August 2026 wieder; Befreiungen, Share Deals und Einzelfälle klärst du mit Notar oder Steuerberater.

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