Ranking · Mietrendite 2026

Top 14 deutsche Städte — Mietrendite 2026

Kurz: Die höchsten Bruttomietrenditen Deutschlands liefern 2026 die Ruhrmetropolen Essen (4,3 %5,8 %) und Dortmund — gefolgt von Leipzig, Bremen und Dresden mit 4,0–5,5 %. A-Städte wie München, Hamburg und Berlin liefern stabilere Werte, aber niedrigere laufende Renditen (2,9–4,3 %). Ranking-Basis: Bruttomietrendite, Vervielfältiger und Bundesland-Grunderwerbsteuer.
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Das Ranking

Brutto­miet­rendite — sortiert

Sortiert nach durchschnittlicher Bruttomietrendite (Mittel aus Min und Max). Faktoren stehen invers zur Rendite: Faktor 18 entspricht 5,6 %, Faktor 30 entspricht 3,3 %.

#StadtKlasseBruttoFaktorGrESt
1EssenB-Lage4,3 %5,8 %17236,5 %
2DortmundB-Lage4,2 %5,5 %18246,5 %
3LeipzigB-Lage4,0 %5,5 %18255,5 %
4BremenB-Stadt4,0 %5,3 %19255,0 %
5HannoverB-Stadt3,8 %5,0 %20265,0 %
6DresdenB-Stadt3,7 %5,0 %20275,5 %
7KölnB-Stadt3,6 %4,5 %22286,5 %
8NürnbergB-Stadt3,6 %4,5 %22283,5 %
9BerlinA-Lage3,3 %4,3 %23306,0 %
10DüsseldorfB-Stadt3,3 %4,3 %23306,5 %
11HamburgA-Lage3,3 %4,2 %24305,5 %
12StuttgartB-Stadt3,3 %4,2 %24305,0 %
13ErlangenB-Stadt3,3 %4,2 %24303,5 %
14Frankfurt am MainA-Lage3,2 %4,2 %24316,0 %
15MünchenA-Lage2,9 %3,6 %28353,5 %
Lesehilfe

So liest du das Ranking richtig

Hohe Bruttomietrendite ist nicht automatisch die bessere Anlage. Das Ranking ist eine reine Cashflow-Sortierung — es ignoriert Wertentwicklung, Sanierungsstau, demografische Trends und die persönliche Steuerlast.

  • Top 4 (Essen, Dortmund, Leipzig, Bremen) — hoher laufender Cashflow, dafür mehr Risiko bei Mieterstruktur und Wertentwicklung.
  • Mitte (Dresden, Hannover, Köln, Düsseldorf, Nürnberg) — solide B-Lagen mit ausgewogenem Verhältnis von Cashflow und Wertentwicklung.
  • Bottom (München, Berlin, Stuttgart, Hamburg, Frankfurt) — niedrigere laufende Rendite, dafür höchste Wertentwicklung und stabilster Cashflow.

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Bundesland-Effekt

Wie viel kostet die Grunderwerbsteuer?

Die Grunderwerbsteuer kann ein gutes Investment in ein mittelmäßiges verwandeln. Bayern (3,5 %) ist günstiger als NRW (6,5 %) — das sind 3 Prozentpunkte mehr Kaufnebenkosten in Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen.

Beispiel

Kaufpreis 350.000 € · Grunderwerbsteuer in München (3,5 %): 12.250 € · in Köln (6,5 %): 22.750 €. Differenz: 10.500 € — das entspricht ~3 % Eigenkapital bei 20 % EK-Anteil.

Alle 16 Bundesländer im Vergleich →

Strukturelle Trends

Was 2027–2030 wichtig wird

  • Halbleiter-Cluster Dresden — TSMC-Werk in Produktion ab 2027/2028, mit Sog­wirkung auf Klotzsche, Hellerau und Pieschen. Faktor-Anpassung wahrscheinlich.
  • Leipzig — anhaltendes Bevölkerungs­wachstum, verlässlicher B-Markt mit moderatem Faktor und stabilen Mieten.
  • Berlin — politische Volatilität (Vorkaufsrecht, Mietpreis­bremse, Milieuschutz) drückt Faktoren in betroffenen Bezirken; Bestandsobjekte bleiben stark gefragt.
  • Ruhrgebiet (Essen, Dortmund) — Strukturwandel schreitet voran (Logistik, IT, Versicherungen). Cashflow-Renditen bleiben überdurchschnittlich, Wertentwicklung selektiv.
Häufige Fragen

Mietrendite-Ranking — FAQ

Welche deutsche Stadt hat 2026 die höchste Mietrendite?
Im Ranking der 14 untersuchten Großstädte führt Essen mit einer Bruttomietrendite von 4,3 % bis 5,8 % bei einem Faktor von 17–23. Auf den weiteren Plätzen folgen Dortmund und Leipzig. Hohe Renditen entstehen typisch in B- und C-Lagen mit niedrigerem Mietniveau, dafür höherem absoluten Cashflow je investiertem Euro.
Welche Städte sind 2026 als Investment am interessantesten?
Die Antwort hängt vom Anlageziel ab. Cashflow-Investoren bevorzugen B-Lagen wie Essen, Dortmund und Leipzig (Faktor 17–25, Brutto 4–5,8 %). Wertsteigerungs-Investoren konzentrieren sich auf A-Städte (München, Hamburg, Berlin, Frankfurt) — niedrigere laufende Renditen, aber stabilere Wertentwicklung. Zukunfts-Spielzüge: Dresden (TSMC-Werk ab 2027/2028) und Leipzig (anhaltendes Bevölkerungswachstum) gelten als strukturelle Outperformer.
Wie verändert die Grunderwerbsteuer das Ranking?
Die Grunderwerbsteuer variiert zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (NRW). Auf 350.000 € Kaufpreis entspricht das einer Differenz von 10.500 €. In Bayern (Nürnberg, München) bleibt damit nach Kaufnebenkosten 1,5–3 Prozentpunkte mehr Eigenkapital — was die Eigenkapitalrendite deutlich anhebt. Cashflow-Renditen aus dem Ruhrgebiet (Essen, Dortmund) müssen den hohen NRW-Steuersatz erst kompensieren.
Sind höhere Mietrenditen automatisch bessere Investments?
Nein. Höhere Bruttomietrenditen kompensieren höhere Risiken: Bevölkerungsrückgang, Mietausfall, geringere Wertentwicklung, Sanierungsstau. Eine 5,5 % Bruttomietrendite in einer schrumpfenden Stadt kann eine schlechtere Nachsteuer-Eigenkapitalrendite haben als eine 3,5 % Rendite in einer wachsenden A-Stadt. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung: Mietrendite × Hebel × AfA × Wertentwicklung.
Wo finde ich aktuelle Mietspiegel-Daten?
Offizielle Mietspiegel veröffentlichen die Kommunen selbst, oft im Zwei-Jahres-Rhythmus. Für überregionale Vergleiche liefern der vdp-Immobilienpreisindex (Verband deutscher Pfandbriefbanken), Empirica und das BBSR Quartals- bzw. Jahresberichte. Die in diesem Ranking ausgewiesenen Werte stammen aus den jeweiligen Gutachterausschüssen, BORIS-Portalen und Marktberichten der Stadt.
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