Zinshaus · Berlin

Zinshaus in Berlin – Wert, Rendite, Kaufnebenkosten

Berlin ist der größte Markt für Zinshäuser in Deutschland – und der politisch volatilste. Mietendeckel-Diskussion, Vorkaufsrecht und Milieuschutz drücken in vielen Bezirken die Faktoren, während die Nachfrage stabil bleibt.
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Marktdaten

Schlüsselzahlen für Berlin

Lagen-Klasse

A-Lage

Bruttomietrendite

3,3 %4,3 %

Vervielfältiger

2330

Grunderwerbsteuer

6,0 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in Berlin: 14,5 €/m². Vorkaufsrecht (§ 24 BauGB) und Milieuschutzgebiete prüfen – sie können Faktor und Verkaufs­wahrscheinlichkeit deutlich verändern. Berliner Mietspiegel ist qualifiziert; bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse.

Bewertung

Zinshaus-Wert in Berlin berechnen – Beispiel

Monatsmiete
1.160 €
Jahresmiete
13.920 €
Faktor (Mittelwert)
×27
Marktwert
375.840 €
Kaufnebenkosten (11,07 %)
41.605 € inkl. Makler

Beispielwerte mit Durchschnitts­miete für Berlin. Tatsächliche Faktoren variieren je Stadtteil und Zustand erheblich.

Berlin-Quickrechner

Vorbelegt mit Durchschnittsmiete und Berlin-Kaufnebenkosten – passe die Werte für dein Objekt an.

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
13.920 €
Kaufnebenkosten (11,07 %)
41.605 €
Gesamtinvestition
417.445 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
11.136 €

Bruttomietrendite

3,70 %

Nettomietrendite

2,67 %

Unter 4 % Bruttomietrendite – Zinshaus zeigt, ob Hebel und Steuern den Cashflow trotzdem positiv machen.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose mit der App

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – die App rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie.

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Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Berlin berechnen

In Berlin fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv und lassen sich nicht exakt als Prozentsatz ausdrücken) und – bei Makler­vermittlung – die Makler­courtage zulasten des Käufers von 3,57 %. Die Gesamt­nebenkosten in Berlin liegen damit bei 7,5 % ohne und 11,07 % inklusive Makler.

PostenSatzBei 375.840 € Kaufpreis
Grunderwerbsteuer6,0 %22.550 €
Notar & Grundbuch1,5 %5.638 €
Maklercourtage (Käuferanteil)3,57 %13.417 €
Summe inkl. Makler11,07 %41.605 €

Der bundesweite Vergleich aller Sätze steht in der Grunderwerbsteuer-Tabelle. Die hälftige Teilung der Courtage schreiben die §§ 656c/656d BGB nur vor, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft. Ein Zinshaus ist ein Mehrfamilienhaus – dort gilt die Grenze nicht, und der volle ortsübliche Käuferanteil kann vereinbart werden.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Berlin-Werten.

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Stadtteile

Wo Zinshäuser in Berlin liegen

Die Faktor-Spannweite für Berlin bildet den Unterschied zwischen Innenstadt und Stadtrand ab. Diese Stadtteile sind klassische Zinshaus-Lagen:

  • Mitte
  • Prenzlauer Berg
  • Friedrichshain
  • Kreuzberg
  • Charlottenburg
  • Wilmersdorf
  • Neukölln
  • Schöneberg

In der Zinshaus App kannst du je Objekt einen Stadtteil­zuschlag oder ‑abschlag einpflegen – der Marktwert kalibriert sich automatisch.

Bezirks-Mieten

Mietpreise nach Stadtteil in Berlin

Mietpreis-Spannen für Bestands­wohnungen im mittleren Zustand (Stand 2026). Lage und Ausstattung bewegen den Preis innerhalb der Spanne – Erstbezug Neubau liegt regelmäßig darüber.

StadtteilMiete €/m²Charakter
Mitte17 23Touristisch geprägt, höchste Mieten, hoher Single-Anteil.
Prenzlauer Berg16 21Gründerzeit-Bestand, junge Familien, viele Milieuschutzgebiete.
Friedrichshain15 19Studenten und Kreativwirtschaft, Mediaspree-Effekt.
Charlottenburg14 20Bürgerlicher Altbau-Klassiker, gemischte Mieterstruktur.
Neukölln13 17Gentrifizierungs-Zone, deutliche Bandbreite je Kiez.
Wedding11 15Aufholer, niedrigste Mieten innerhalb des Rings.
Mietspiegel

Mietspiegel Berlin

Quelle (Stand 2025)

Berliner Mietspiegel (qualifiziert, IBB/SenStadt)

Berlin hat einen qualifizierten Mietspiegel – bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse (ortsübliche Vergleichsmiete + 10 %). Modernisierungs­umlage ist auf 2 €/m² über 6 Jahre gedeckelt.

Lokale Besonderheiten

Worauf du in Berlin achten musst

  • Milieuschutz in ~70 Gebieten (z.B. Bergmannkiez, Reuterkiez): Modernisierung und Umwandlung in Eigentum genehmigungs­pflichtig.
  • Vorkaufsrecht (§ 24 BauGB) kann bei jedem Verkauf greifen – Käufer schließt notariell mit Bezirk eine Abwendungs­vereinbarung.
  • Berlin hebt die Grundsteuer-B-Hebesätze 2025 deutlich an; laufende Kosten neu kalkulieren.
  • Eigenbedarfs­kündigung in Berlin durch Sperrfrist­verordnung in vielen Bezirken auf 10 Jahre verlängert.
Häufige Fragen

Fragen rund um Zinshäuser in Berlin

Wie hoch ist die Mietrendite für ein Zinshaus in Berlin?
In Berlin liegt die typische Bruttomietrendite für ein vermietetes Mehrfamilienhaus zwischen 3,3 % und 4,3 %. Der entsprechende Vervielfältiger (Kaufpreis ÷ Jahresnettomiete) liegt zwischen 23 und 30. Spitzen­lagen erreichen den oberen Faktor­bereich, B-Lagen mit Sanierungs­bedarf den unteren.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Berlin?
In Berlin fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % an. Hinzu kommen Notar- und Grundbuchkosten (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (3,57 %). In Summe liegen die Kaufnebenkosten in Berlin bei 7,5 % ohne und bei 11,07 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – für ein Zinshaus als Mehrfamilienhaus gilt sie nicht.
Wie wird der Wert eines Zinshauses in Berlin ermittelt?
Zinshäuser in Berlin werden im Ertragswertverfahren bewertet: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Der Faktor (23–30) hängt von Stadtteil, Zustand und Restnutzungsdauer ab. Zinshaus rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Fläche + Gebäude) und gibt eine Marktwert-Bandbreite aus.
Welche Mietspiegel-Daten gelten für Berlin?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Berlin liegt bei rund 14,5 €/m² (Stand 2026). Vorkaufsrecht (§ 24 BauGB) und Milieuschutzgebiete prüfen – sie können Faktor und Verkaufs­wahrscheinlichkeit deutlich verändern. Berliner Mietspiegel ist qualifiziert; bei Neuvermietung gilt die Mietpreisbremse.
Andere Städte

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