Steuern · Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer 2026 — alle 16 Bundesländer

Kurz: Die Grunderwerbsteuer liegt 2026 zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (Nordrhein-Westfalen, Saarland, Brandenburg, Schleswig-Holstein). Auf einen Kaufpreis von 350.000 € entspricht das 12.250 € bis 22.750 € — eine Differenz von 10.500 € allein durch die Wahl des Bundeslandes. Die Steuer wird vom Notar gemeldet und vom Käufer direkt ans Finanzamt gezahlt.
Laden im App StoreJetzt bei Google Play
Kostenlos starteniOS & AndroidOffline-FirstDSGVO-konform
Tabelle

Alle 16 Bundesländer — sortiert

Aufsteigend nach Steuersatz. Beispiel­berechnung auf 350.000 € Kaufpreis.

BundeslandSatzAuf 350.000 €Notiz
Bayern3,5 %12.250 €Niedrigster Satz Deutschlands seit 1997 unverändert. Macht München, Nürnberg, Augsburg im Erwerb 1,5–3 % günstiger.
Baden-Württemberg5,0 %17.500 €Seit 2011. Stabil bei 5,0 % — günstig im Vergleich zu NRW oder Brandenburg.
Bremen5,0 %17.500 €Seit 2014 unverändert.
Niedersachsen5,0 %17.500 €Seit 2014. Hannover, Braunschweig, Osnabrück betroffen.
Rheinland-Pfalz5,0 %17.500 €Seit 2012. Mainz, Koblenz, Trier betroffen.
Sachsen-Anhalt5,0 %17.500 €Seit 2012. Magdeburg, Halle (Saale) betroffen.
Thüringen5,0 %17.500 €Reduziert 2024 von 6,5 % auf 5,0 %. Erfurt, Jena betroffen.
Sachsen5,5 %19.250 €Erhöht 2023 von 3,5 % auf 5,5 %. Betrifft Leipzig und Dresden.
Hamburg5,5 %19.250 €Erhöht 2023 von 4,5 % auf 5,5 %.
Hessen6,0 %21.000 €Seit 2013. Frankfurt, Wiesbaden, Kassel betroffen.
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %21.000 €Seit 2019. Rostock, Schwerin betroffen.
Berlin6,0 %21.000 €Seit 2014. Stadtstaat — ein Bundesland und eine Stadt mit gleichem Satz.
Saarland6,5 %22.750 €Seit 2015. Saarbrücken betroffen.
Brandenburg6,5 %22.750 €Seit 2015. Berliner Speckgürtel und Potsdam betroffen.
Nordrhein-Westfalen6,5 %22.750 €Seit 2015. Höchster Satz Deutschlands — drückt Renditen in Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen.
Schleswig-Holstein6,5 %22.750 €Seit 2014. Kiel, Lübeck, Flensburg betroffen.

Grunderwerbsteuer ist nur ein Posten — die App rechnet alle Kaufneben­kosten automatisch.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play
Kaufneben­kosten gesamt

Was zur Grunderwerbsteuer dazukommt

  • Notarkosten — gesetzlich geregelt im GNotKG, ca. 1,0–1,5 % vom Kaufpreis (Beurkundung + Vollzug). Pflicht.
  • Grundbuchkosten — ebenfalls GNotKG, ca. 0,5 % für Eigentums­umschreibung und Auflassungs­vormerkung. Pflicht.
  • Maklerprovision — seit 12/2020 Bestellerprinzip für Wohnimmobilien-Käufer: Käufer und Verkäufer teilen sich, üblich 3,57 % je Partei (inkl. MwSt.). Optional bei privaten Käufen.

In Summe liegen die Kaufneben­kosten zwischen 5,0 % (Bayern, ohne Makler) und ~12,5 % (NRW, mit Makler). Das entspricht einer GrESt-Variabilität, die häufig den Renditeunterschied zwischen zwei Standorten erklärt.

Häufige Fragen

Grunderwerbsteuer — FAQ

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026 in Deutschland?
Die Grunderwerbsteuer liegt 2026 zwischen 3,5 % (Bayern) und 6,5 % (NRW, Saarland, Brandenburg, Schleswig-Holstein). Sie wird vom Bundesland erhoben, nicht vom Bund — daher die Spannweite. Auf 350.000 € Kaufpreis sind das zwischen 12.250 € und 22.750 € je nach Standort.
Wann wird die Grunderwerbsteuer fällig?
Die Steuer wird mit Abschluss des notariellen Kaufvertrags fällig. Das Finanzamt versendet einen Steuerbescheid an den Käufer, üblich innerhalb von 4–8 Wochen. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeits­bescheinigung — ohne diese wird der Käufer nicht ins Grundbuch eingetragen.
Kann ich die Grunderwerbsteuer steuerlich absetzen?
Bei vermieteten Immobilien wird die Grunderwerbsteuer als Anschaffungs­nebenkosten dem Gebäudewert zugeschlagen und gemeinsam mit dem Gebäude über die AfA abgeschrieben. Bei selbst genutzten Immobilien ist sie nicht absetzbar — außer bei der ersten Eigennutzung über die Wohnungsbau­prämie, die für die meisten Käufer aber irrelevant ist.
Welches Bundesland hat 2026 die höchste GrESt?
Vier Bundesländer teilen sich den Spitzenwert von 6,5 %: Nordrhein-Westfalen, Saarland, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Bei einem typischen Mehrfamilienhaus-Kaufpreis von 800.000 € entspricht das 52.000 € Grunderwerbsteuer — gegenüber 28.000 € in Bayern.
Wie sind die Steuersätze über die Zeit gestiegen?
Bis 2007 galt bundeseinheitlich 3,5 %. Mit der Föderalismusreform (2006) erhielten die Länder das Hebe­satzrecht. Seitdem sind die Sätze in 14 von 16 Ländern gestiegen — Bayern und Sachsen-Anhalt blieben länger unter 5 %, Sachsen erhöhte 2023, Thüringen senkte 2024 als erstes Bundesland wieder.
Wie kann ich die GrESt-Last reduzieren?
Üblich ist die Aufteilung des Kaufpreises in Gebäude, Grundstück und mitverkaufte bewegliche Sachen (Einbauküche, Markisen, Gartengeräte). Auf bewegliche Sachen fällt keine Grunderwerbsteuer an — die Aufteilung muss aber realistisch sein und im Notarvertrag dokumentiert werden. Bei Share-Deals (Anteilsverkauf einer Immobilien-GmbH) gilt die Grenze von 90 % seit 2021 — Konstellationen sind komplex und nur für institutionelle Käufer relevant.
Verwandte Themen

Tiefer einsteigen

Desktop · Handoff

Auf dem Smartphone weitermachen

Du bist auf dem Desktop unterwegs — schick dir den Install-Link in 10 Sekunden auf dein Handy.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play
Jetzt rechnen

Kaufneben­kosten in 10 Sekunden rechnen.

Bundesland wählen, Kaufpreis eintragen — die App rechnet Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und optional Makler automatisch.