Zinshaus · Nordrhein-Westfalen

Zinshaus Dortmund: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026

Dortmund ist der größte Markt im Ruhrgebiet – Strukturwandel von Stahl/Kohle zu Logistik, IT und Versicherungen. Der Phoenix-See in Hörde gilt als Gentrifizierungs-Showcase, B-Lagen liefern hier Mietrenditen, die A-Städte nicht mehr anbieten. Kurz: Ein vermietetes Zinshaus in Dortmund wird mit dem 18- bis 24-fachen der Jahresnettomiete gehandelt – bei 600 m² sind das 936.360 € bis 1.248.480 €.
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Marktdaten

Schlüsselzahlen für Dortmund

Lagen-Klasse

B-Lage

Bruttomietrendite

4,2 % – 5,5 %

Vervielfältiger

18 – 24

Grunderwerbsteuer

6,5 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in Dortmund: 8,5 €/m². NRW-GrESt 6,5 % drückt die Nachsteuerrendite spürbar – bei mittlerem Faktor 21 macht das ~0,3 Prozent­punkte Bruttomietrendite aus. Gentrifizierungs­zonen (Hörde, Kreuzviertel) zeigen Wertentwicklung über Marktdurchschnitt.

Bewertung

Zinshaus in Dortmund bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt

Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in Dortmund wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in Dortmund so aus:

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
7,23 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 8,5 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
52.020 €

600 m² × 7,23 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Faktor Dortmund
18 – 24

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
936.360 € – 1.248.480 €

Entspricht 4,2 % bis 5,5 % Bruttomietrendite

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 312.120 € Unterschied:

Zustand & LageFaktorErtragswertRendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel18936.360 €5,556 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten211.092.420 €4,762 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel241.248.480 €4,167 %

Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.

Rendite eines Zinshauses in Dortmund

Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Nordrhein-Westfalen – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
52.200 €
Kaufnebenkosten (11,57 %)
126.344 €
Gesamtinvestition
1.218.344 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
41.760 €

Bruttomietrendite

4,78 %

Nettomietrendite

3,43 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Werttreiber

Was den Faktor in Dortmund bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 24 multipliziert 172.800 € Wert.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Nordrhein-Westfalen 6,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 11,57 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Dortmund

In Nordrhein-Westfalen fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Makler­vermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 3,57 %. Zusammen 8,0 % ohne und 11,57 % mit Makler.

PostenSatzBei 1.092.000 €
Grunderwerbsteuer6,5 %70.980 €
Notar & Grundbuch1,5 %16.380 €
Maklercourtage (Käuferanteil)3,57 %38.984 €
Summe inkl. Makler11,57 %126.344 €

Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Dortmund-Werten.

Stadtteile

Wo Zinshäuser in Dortmund liegen

Die Faktor-Spanne für Dortmund bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:

  • Mitte
  • Hörde
  • Kreuzviertel
  • Saarlandstraßenviertel
  • Klinikviertel
  • Aplerbeck
  • Hombruch
  • Brackel
Mietspiegel

Mietspiegel Dortmund

Ausgabe 2025 · geprüft am 26.09.2026

Dortmunder Mietspiegel 2025/2026 (qualifiziert)

Gilt bis 31.12.2026. Dortmund ist die einzige Ruhrgebiets-Großstadt in der NRW-Mieterschutzverordnung – die Mietpreisbremse gilt hier bis 31.12.2029.

Häufige Fragen

Zinshaus Dortmund: Bewertung und Markt – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Dortmund?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Dortmund liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 18 und 24. Bei 600 m² Wohnfläche und 7,23 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 52.020 € und einen Wert zwischen 936.360 € und 1.248.480 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
Welcher Faktor ist in Dortmund realistisch?
18 bis 24. Den oberen Wert erreichen Objekte in Mitte oder Hörde mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 24 entspricht 4,2 %, 18 entspricht 5,5 %.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Dortmund?
In Nordrhein-Westfalen fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (3,57 %). In Summe sind das 8,0 % ohne und 11,57 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
Kann ich ein Mehrfamilienhaus in Dortmund kostenlos bewerten?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Dortmund?
Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In Dortmund betrifft das am ehesten Lagen wie Mitte.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Dortmund?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
Welche Mieten gelten in Dortmund?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Dortmund liegt bei rund 8,5 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Dortmunder Mietspiegel 2025/2026 (qualifiziert).

Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

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