Zinshaus · Bremen

Zinshaus Bremen: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026

Bremen ist das kleinste Bundesland – und ein robuster B-Markt mit Werft- und Logistik-Hintergrund. Die Universität sorgt für stabile Mieter­nachfrage, das gemäßigte Preisniveau für überdurchschnittliche Mietrenditen. Kurz: Ein vermietetes Zinshaus in Bremen wird mit dem 19- bis 25-fachen der Jahresnettomiete gehandelt – bei 600 m² sind das 1.104.660 € bis 1.453.500 €.
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Marktdaten

Schlüsselzahlen für Bremen

Lagen-Klasse

B-Stadt

Bruttomietrendite

4,0 % – 5,3 %

Vervielfältiger

19 – 25

Grunderwerbsteuer

5,5 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in Bremen: 9,5 €/m². Niedersächsische Pendler­quote prüfen – Wertentwicklung zwischen Bremen-Mitte und Walle/Findorff weicht spürbar voneinander ab. GrESt zum 1. Juli 2025 von 5,0 % auf 5,5 % erhöht. Der ortsübliche Käuferanteil an der Maklercourtage liegt in Bremen bei 5,95 % – die hälftige Teilung der §§ 656c/656d BGB gilt für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Bewertung

Zinshaus in Bremen bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt

Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in Bremen wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in Bremen so aus:

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
8,08 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 9,5 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
58.140 €

600 m² × 8,08 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Faktor Bremen
19 – 25

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
1.104.660 € – 1.453.500 €

Entspricht 4,0 % bis 5,3 % Bruttomietrendite

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 348.840 € Unterschied:

Zustand & LageFaktorErtragswertRendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel191.104.660 €5,263 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten221.279.080 €4,545 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel251.453.500 €4,0 %

Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.

Rendite eines Zinshauses in Bremen

Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Bremen – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
58.200 €
Kaufnebenkosten (12,95 %)
165.631 €
Gesamtinvestition
1.444.631 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
46.560 €

Bruttomietrendite

4,55 %

Nettomietrendite

3,22 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 5,95 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Werttreiber

Was den Faktor in Bremen bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 25 multipliziert 180.000 € Wert.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Bremen 5,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 12,95 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Bremen

In Bremen fällt eine Grunderwerbsteuer von 5,5 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Makler­vermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 5,95 %. Zusammen 7,0 % ohne und 12,95 % mit Makler.

PostenSatzBei 1.279.000 €
Grunderwerbsteuer5,5 %70.345 €
Notar & Grundbuch1,5 %19.185 €
Maklercourtage (Käuferanteil)5,95 %76.101 €
Summe inkl. Makler12,95 %165.631 €

Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Bremen. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Bremen-Werten.

Stadtteile

Wo Zinshäuser in Bremen liegen

Die Faktor-Spanne für Bremen bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:

  • Schwachhausen
  • Östliche Vorstadt
  • Findorff
  • Walle
  • Neustadt
  • Hastedt
  • Vegesack
  • Horn-Lehe
Mietspiegel

Mietspiegel Bremen

Ausgabe 2026 · geprüft am 26.09.2026

Qualifizierter Mietspiegel der Stadtgemeinde Bremen 2026 (1. Fortschreibung)

Gilt vom 01.01.2026 bis 31.12.2027. Die Mietpreisbremse gilt in der Stadtgemeinde Bremen bis 31.12.2029 – in Bremerhaven nicht.

Häufige Fragen

Zinshaus Bremen: Bewertung und Markt – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Bremen?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Bremen liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 19 und 25. Bei 600 m² Wohnfläche und 8,08 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 58.140 € und einen Wert zwischen 1.104.660 € und 1.453.500 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
Welcher Faktor ist in Bremen realistisch?
19 bis 25. Den oberen Wert erreichen Objekte in Schwachhausen oder Östliche Vorstadt mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 25 entspricht 4,0 %, 19 entspricht 5,3 %.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Bremen?
In Bremen fällt eine Grunderwerbsteuer von 5,5 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (5,95 %). In Summe sind das 7,0 % ohne und 12,95 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
Kann ich ein Mehrfamilienhaus in Bremen kostenlos bewerten?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Bremen?
Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In Bremen betrifft das am ehesten Lagen wie Schwachhausen.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Bremen?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
Welche Mieten gelten in Bremen?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Bremen liegt bei rund 9,5 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Qualifizierter Mietspiegel der Stadtgemeinde Bremen 2026 (1. Fortschreibung).

Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

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