Zinshaus · Bayern

Zinshaus München: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026

München hat die niedrigsten Bruttomietrenditen Deutschlands – aber auch die niedrigste Grunderwerbsteuer (3,5 %) und die stabilste Wertentwicklung. Investoren rechnen hier Wertsteigerung mit, nicht nur Cashflow. Kurz: Ein vermietetes Zinshaus in München wird mit dem 28- bis 35-fachen der Jahresnettomiete gehandelt – bei 600 m² sind das 3.769.920 € bis 4.712.400 €.
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Marktdaten

Schlüsselzahlen für München

Lagen-Klasse

A-Lage

Bruttomietrendite

2,9 % – 3,6 %

Vervielfältiger

28 – 35

Grunderwerbsteuer

3,5 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in München: 22 €/m². Niedriger GrESt-Satz (3,5 %) macht München günstiger im Erwerb als der Faktor vermuten lässt. Der Münchner Mietspiegel ist einer der höchsten im Bund – Mietpreisbremse gilt flächendeckend.

Bewertung

Zinshaus in München bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt

Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in München wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in München so aus:

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
18,7 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 22 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
134.640 €

600 m² × 18,7 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Faktor München
28 – 35

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
3.769.920 € – 4.712.400 €

Entspricht 2,9 % bis 3,6 % Bruttomietrendite

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 942.480 € Unterschied:

Zustand & LageFaktorErtragswertRendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel283.769.920 €3,571 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten31,54.241.160 €3,175 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel354.712.400 €2,857 %

Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.

Rendite eines Zinshauses in München

Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Bayern – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
134.400 €
Kaufnebenkosten (8,57 %)
363.454 €
Gesamtinvestition
4.604.454 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
107.520 €

Bruttomietrendite

3,17 %

Nettomietrendite

2,34 %

Unter 4 % Bruttomietrendite – Zinshaus zeigt, ob Hebel und Steuern den Cashflow trotzdem positiv machen.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Werttreiber

Was den Faktor in München bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 35 multipliziert 252.000 € Wert.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Bayern 3,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 8,57 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in München

In Bayern fällt eine Grunderwerbsteuer von 3,5 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Makler­vermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 3,57 %. Zusammen 5,0 % ohne und 8,57 % mit Makler.

PostenSatzBei 4.241.000 €
Grunderwerbsteuer3,5 %148.435 €
Notar & Grundbuch1,5 %63.615 €
Maklercourtage (Käuferanteil)3,57 %151.404 €
Summe inkl. Makler8,57 %363.454 €

Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Bayern. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit München-Werten.

Stadtteile

Wo Zinshäuser in München liegen

Die Faktor-Spanne für München bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:

  • Schwabing
  • Maxvorstadt
  • Lehel
  • Haidhausen
  • Bogenhausen
  • Au
  • Sendling
  • Neuhausen

Mietpreis-Spannen für Bestandswohnungen im mittleren Zustand (Stand 2026). Die Lage wirkt doppelt: über die Miete und über den Faktor, den Käufer zahlen.

StadtteilMiete €/m²Charakter
Schwabing-West22 – 28Jugendstil-Altbau, Akademiker-Klientel, Top-Lagen.
Maxvorstadt22 – 30Universitäts- und Galerieviertel, sehr stabile Nachfrage.
Haidhausen20 – 26Französisches Viertel, Familien und Doppel­verdiener.
Bogenhausen21 – 30Etablierte gehobene Wohnlage, viele Villen und Stadthäuser.
Sendling18 – 23Gemischt, Aufholer im Westen, Westpark als Anker.
Pasing16 – 21S-Bahn-Knoten, deutlich günstiger als Innenstadt.
Mietspiegel

Mietspiegel München

Ausgabe 2025

Mietspiegel der Landeshauptstadt München (qualifiziert)

Münchner Mietspiegel wird alle 2 Jahre fortgeschrieben. Mietpreisbremse + Kappungs­grenze (15 % in 3 Jahren). Bei Neubau (Erstbezug nach 01.10.2014) gilt sie nicht.

Lokale Besonderheiten

Worauf du in München achten musst

  • Erhaltungs­satzungen in ~30 Vierteln – Umwandlung in Eigentum nur mit Genehmigung; 10-jährige Kündigungs­sperrfrist nach Verkauf an Eigennutzer.
  • Sehr hohe Bodenrichtwerte (BORIS Bayern) – Sachwert weicht oft stark vom Ertragswert ab.
  • Bayerischer GrESt-Satz von 3,5 % spart bei 1 Mio. € Kaufpreis rund 30.000 € gegenüber NRW.
  • Wohnungs­leerstand unter 1 % – Mietausfall­risiko in Bestandsbauten praktisch null.
Häufige Fragen

Zinshaus München: Bewertung und Markt – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in München?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In München liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 28 und 35. Bei 600 m² Wohnfläche und 18,7 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 134.640 € und einen Wert zwischen 3.769.920 € und 4.712.400 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
Welcher Faktor ist in München realistisch?
28 bis 35. Den oberen Wert erreichen Objekte in Schwabing oder Maxvorstadt mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 35 entspricht 2,9 %, 28 entspricht 3,6 %.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in München?
In Bayern fällt eine Grunderwerbsteuer von 3,5 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (3,57 %). In Summe sind das 5,0 % ohne und 8,57 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
Kann ich ein Mehrfamilienhaus in München kostenlos bewerten?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in München?
Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In München betrifft das am ehesten Lagen wie Schwabing.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in München?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
Welche Mieten gelten in München?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in München liegt bei rund 22 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Mietspiegel der Landeshauptstadt München (qualifiziert).

Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

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