Zinshaus · Baden-Württemberg

Zinshaus Stuttgart: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026

Stuttgart ist Industrie-Standort – Daimler, Bosch und Porsche im Umfeld halten Mieten und Kauf­preise hoch. Die Topographie (Kessel) verknappt Bauland zusätzlich. Kurz: Ein vermietetes Zinshaus in Stuttgart wird mit dem 24- bis 30-fachen der Jahresnettomiete gehandelt – bei 600 m² sind das 2.423.520 € bis 3.029.400 €.
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Marktdaten

Schlüsselzahlen für Stuttgart

Lagen-Klasse

B-Stadt

Bruttomietrendite

3,3 % – 4,2 %

Vervielfältiger

24 – 30

Grunderwerbsteuer

5,0 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in Stuttgart: 16,5 €/m². Baden-Württemberg mit 5 % GrESt günstiger als NRW. Stuttgart hat aufgrund der Topografie wenig Verdichtungs­potenzial – Knappheits­prämie ist im Faktor enthalten.

Bewertung

Zinshaus in Stuttgart bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt

Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in Stuttgart wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in Stuttgart so aus:

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
14,03 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 16,5 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
100.980 €

600 m² × 14,03 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Faktor Stuttgart
24 – 30

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
2.423.520 € – 3.029.400 €

Entspricht 3,3 % bis 4,2 % Bruttomietrendite

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 605.880 € Unterschied:

Zustand & LageFaktorErtragswertRendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel242.423.520 €4,167 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten272.726.460 €3,704 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel303.029.400 €3,333 %

Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.

Rendite eines Zinshauses in Stuttgart

Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Baden-Württemberg – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
100.800 €
Kaufnebenkosten (10,07 %)
274.508 €
Gesamtinvestition
3.000.508 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
80.640 €

Bruttomietrendite

3,70 %

Nettomietrendite

2,69 %

Unter 4 % Bruttomietrendite – Zinshaus zeigt, ob Hebel und Steuern den Cashflow trotzdem positiv machen.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Werttreiber

Was den Faktor in Stuttgart bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 30 multipliziert 216.000 € Wert.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Baden-Württemberg 5,0 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 10,07 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Stuttgart

In Baden-Württemberg fällt eine Grunderwerbsteuer von 5,0 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Makler­vermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 3,57 %. Zusammen 6,5 % ohne und 10,07 % mit Makler.

PostenSatzBei 2.726.000 €
Grunderwerbsteuer5,0 %136.300 €
Notar & Grundbuch1,5 %40.890 €
Maklercourtage (Käuferanteil)3,57 %97.318 €
Summe inkl. Makler10,07 %274.508 €

Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Baden-Württemberg. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Stuttgart-Werten.

Stadtteile

Wo Zinshäuser in Stuttgart liegen

Die Faktor-Spanne für Stuttgart bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:

  • Mitte
  • West
  • Süd
  • Nord
  • Bad Cannstatt
  • Vaihingen
  • Degerloch
  • Feuerbach
Mietspiegel

Mietspiegel Stuttgart

Ausgabe 2025 · geprüft am 26.09.2026

Mietspiegel 2025/2026 der Landeshauptstadt Stuttgart (qualifiziert)

Gilt vom 01.01.2025 bis 31.12.2026. Die Mietpreisbremse gilt nach der baden-württembergischen Verordnung bis Ende 2026; die Verlängerung ab 2027 ist seit 22.09.2026 in der Anhörung.

Häufige Fragen

Zinshaus Stuttgart: Bewertung und Markt – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Stuttgart?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Stuttgart liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 24 und 30. Bei 600 m² Wohnfläche und 14,03 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 100.980 € und einen Wert zwischen 2.423.520 € und 3.029.400 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
Welcher Faktor ist in Stuttgart realistisch?
24 bis 30. Den oberen Wert erreichen Objekte in Mitte oder West mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 30 entspricht 3,3 %, 24 entspricht 4,2 %.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Stuttgart?
In Baden-Württemberg fällt eine Grunderwerbsteuer von 5,0 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (3,57 %). In Summe sind das 6,5 % ohne und 10,07 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
Kann ich ein Mehrfamilienhaus in Stuttgart kostenlos bewerten?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Stuttgart?
Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In Stuttgart betrifft das am ehesten Lagen wie Mitte.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Stuttgart?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
Welche Mieten gelten in Stuttgart?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Stuttgart liegt bei rund 16,5 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Mietspiegel 2025/2026 der Landeshauptstadt Stuttgart (qualifiziert).

Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

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