Zinshaus · Bayern

Zinshaus Nürnberg: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026

Nürnberg ist die zweitgrößte bayerische Stadt – kein München, aber mit gleicher GrESt von 3,5 %. Industrie- und Handels­standort mit gesunder Mieter­struktur, die Metropolregion Nürnberg/Fürth/Erlangen ist eine der dynamischsten in Bayern. Kurz: Ein vermietetes Zinshaus in Nürnberg wird mit dem 22- bis 28-fachen der Jahresnettomiete gehandelt – bei 600 m² sind das 1.683.000 € bis 2.142.000 €.
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Marktdaten

Schlüsselzahlen für Nürnberg

Lagen-Klasse

B-Stadt

Bruttomietrendite

3,6 % – 4,5 %

Vervielfältiger

22 – 28

Grunderwerbsteuer

3,5 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in Nürnberg: 12,5 €/m². Bayerischer GrESt-Vorteil (3,5 % statt 5–6,5 %) reduziert Kaufneben­kosten um 1,5–3 Prozent­punkte. Erlangen (Siemens) und Fürth profitieren von der gleichen Steuerstruktur – relevant für Cluster-Investments.

Bewertung

Zinshaus in Nürnberg bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt

Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in Nürnberg wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in Nürnberg so aus:

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
10,63 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 12,5 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
76.500 €

600 m² × 10,63 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Faktor Nürnberg
22 – 28

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
1.683.000 € – 2.142.000 €

Entspricht 3,6 % bis 4,5 % Bruttomietrendite

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 459.000 € Unterschied:

Zustand & LageFaktorErtragswertRendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel221.683.000 €4,545 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten251.912.500 €4,0 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel282.142.000 €3,571 %

Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.

Rendite eines Zinshauses in Nürnberg

Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Bayern – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
76.800 €
Kaufnebenkosten (8,57 %)
163.944 €
Gesamtinvestition
2.076.944 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
61.440 €

Bruttomietrendite

4,01 %

Nettomietrendite

2,96 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Werttreiber

Was den Faktor in Nürnberg bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 28 multipliziert 201.600 € Wert.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Bayern 3,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 8,57 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Nürnberg

In Bayern fällt eine Grunderwerbsteuer von 3,5 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Makler­vermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 3,57 %. Zusammen 5,0 % ohne und 8,57 % mit Makler.

PostenSatzBei 1.913.000 €
Grunderwerbsteuer3,5 %66.955 €
Notar & Grundbuch1,5 %28.695 €
Maklercourtage (Käuferanteil)3,57 %68.294 €
Summe inkl. Makler8,57 %163.944 €

Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Bayern. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Nürnberg-Werten.

Stadtteile

Wo Zinshäuser in Nürnberg liegen

Die Faktor-Spanne für Nürnberg bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:

  • Altstadt
  • Gostenhof
  • St. Johannis
  • Maxfeld
  • Wöhrd
  • Erlenstegen
  • Gibitzenhof
  • Mögeldorf
Mietspiegel

Mietspiegel Nürnberg

Ausgabe 2026 · geprüft am 26.09.2026

Nürnberger Mietenspiegel 2026 (qualifiziert, Fortschreibung)

Gilt vom 01.08.2026 bis 31.07.2028. Die Mietpreisbremse gilt nach der Bayerischen Mieterschutzverordnung bis Ende 2029.

Häufige Fragen

Zinshaus Nürnberg: Bewertung und Markt – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Nürnberg?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Nürnberg liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 22 und 28. Bei 600 m² Wohnfläche und 10,63 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 76.500 € und einen Wert zwischen 1.683.000 € und 2.142.000 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
Welcher Faktor ist in Nürnberg realistisch?
22 bis 28. Den oberen Wert erreichen Objekte in Altstadt oder Gostenhof mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 28 entspricht 3,6 %, 22 entspricht 4,5 %.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Nürnberg?
In Bayern fällt eine Grunderwerbsteuer von 3,5 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (3,57 %). In Summe sind das 5,0 % ohne und 8,57 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
Kann ich ein Mehrfamilienhaus in Nürnberg kostenlos bewerten?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Nürnberg?
Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In Nürnberg betrifft das am ehesten Lagen wie Altstadt.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Nürnberg?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
Welche Mieten gelten in Nürnberg?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Nürnberg liegt bei rund 12,5 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Nürnberger Mietenspiegel 2026 (qualifiziert, Fortschreibung).

Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

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