Steuern · Grunderwerbsteuer Sachsen

Grunderwerbsteuer Sachsen 2026: 5,5 %

Kurz: Die Grunderwerbsteuer in Sachsen beträgt 5,5 % vom Kaufpreis. Auf 350.000 € sind das 19.250 €. Der Satz gilt seit dem 01.01.2023 und ist zum 15. August 2026 unverändert in Kraft. Fällig wird die Steuer mit dem notariellen Kaufvertrag, gezahlt wird sie vom Käufer direkt ans Finanzamt.
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Berechnung

5,5 % auf den Kaufpreis – drei Beispiele

Bemessungsgrundlage ist nach § 8 Abs. 1 GrEStG die Gegenleistung. In aller Regel ist das der beurkundete Kaufpreis; mitverkauftes Inventar darf abgezogen werden.

KaufpreisGrunderwerbsteuer (5,5 %)Kaufneben­kosten ohne Makler (7,0 %)Mit Makler (10,57 %)
250.000 €13.750 €17.500 €26.425 €
350.000 €19.250 €24.500 €36.995 €
800.000 €44.000 €56.000 €84.560 €

Die Maklercourtage von 3,57 % ist der ortsübliche Käuferanteil für ein Mehrfamilienhaus. Kauft ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus, begrenzen die §§ 656c/656d BGB seinen Anteil zusätzlich auf die Hälfte der Gesamtcourtage. Notar und Grundbuch sind mit 1,5 % angesetzt – die GNotKG-Tabelle B ist degressiv, bei großen Kaufpreisen liegt der reale Anteil darunter.

Kaufneben­kosten Sachsen berechnen

Kaufpreis eintragen – 5,5 % Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Maklercourtage sind für Sachsen hinterlegt.

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
19.200 €
Kaufnebenkosten (10,57 %)
36.995 €
Gesamtinvestition
386.995 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
15.360 €

Bruttomietrendite

5,49 %

Nettomietrendite

3,97 %

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Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Rechtsgrundlage

Seit wann gelten 5,5 % in Sachsen?

Der größte Sprung auf einmal: zum 1. Januar 2023 von 3,5 % auf 5,5 %. Betrifft Leipzig und Dresden, zwei der renditestärksten Zinshaus-Märkte Deutschlands.

Aktueller Satz
5,5 %
Gilt seit
01.01.2023
Vorheriger Satz
3,5 % – bis zum 01.01.2023
Rechtsgrundlage
SächsGrEStSatzG vom 20.12.2022, § 1
Amtliche Quelle
www.revosax.sachsen.de
Stand der Prüfung
15. August 2026

Maßgeblich für den Satz ist der Tag, an dem der Erwerbsvorgang verwirklicht wird – also die notarielle Beurkundung. Wer vor einem Stichtag beurkundet und erst danach ins Grundbuch eingetragen wird, zahlt noch den alten Satz.

Städte

Grunderwerbsteuer in Leipzig, Dresden, Chemnitz & Co.

Die Grunderwerbsteuer ist reine Landessache – es gibt keine kommunalen Zuschläge. In Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Görlitz gilt derselbe Satz von 5,5 % wie im gesamten Land Sachsen. Was sich zwischen den Städten unterscheidet, sind Kaufpreise, Mieten und damit die Rendite – nicht die Steuer.

Vergleich

Wie viel wäre es in einem anderen Bundesland?

BundeslandSatzAuf 350.000 € KaufpreisDifferenz zu Sachsen
Bremen5,5 %19.250 €±0 €
Hamburg5,5 %19.250 €±0 €
Baden-Württemberg5,0 %17.500 €−1.750 €
Berlin6,0 %21.000 €+1.750 €

Alle 16 Bundesländer im Überblick →

Häufige Fragen

Grunderwerbsteuer Sachsen – FAQ

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026 in Sachsen?
Die Grunderwerbsteuer in Sachsen beträgt 5,5 % vom Kaufpreis. Auf 350.000 € sind das 19.250 €. Der Satz gilt seit dem 01.01.2023 und ist zum 15. August 2026 unverändert in Kraft. Rechtsgrundlage: SächsGrEStSatzG vom 20.12.2022, § 1.
Wann wird die Grunderwerbsteuer in Sachsen fällig?
Der Steueranspruch entsteht mit dem notariellen Kaufvertrag – nicht mit der Übergabe und nicht mit der Grundbucheintragung. Der Notar meldet den Vorgang dem Finanzamt, das dem Käufer einen Steuerbescheid schickt, üblicherweise innerhalb von vier bis acht Wochen. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung; ohne sie erfolgt keine Eintragung als Eigentümer.
Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Sachsen?
5,5 % Grunderwerbsteuer plus rund 1,5 % für Notar und Grundbuch ergeben 7,0 % ohne Makler. Mit der ortsüblichen Käufercourtage von 3,57 % für ein Mehrfamilienhaus sind es 10,57 %. Bei einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus, die ein Verbraucher kauft, begrenzen die §§ 656c/656d BGB den Käuferanteil zusätzlich auf die Hälfte der Gesamtcourtage.
Welcher Satz gilt in Sachsen für einen Kauf aus einem früheren Jahr?
Maßgeblich ist der Tag des notariellen Vertragsschlusses. Für Erwerbsvorgänge vor dem 01.01.2023 galten 3,5 %, seitdem 5,5 %. Ein Kauf, der vor dem Stichtag beurkundet und erst danach ins Grundbuch eingetragen wurde, wird noch mit dem alten Satz besteuert.
Kann ich die Grunderwerbsteuer in Sachsen absetzen?
Bei einer vermieteten Immobilie gehört die Grunderwerbsteuer zu den Anschaffungsnebenkosten. Sie wird anteilig dem Gebäudewert zugeschlagen und über die AfA abgeschrieben – bei einem Gebäudeanteil von 80 % und 2,0 % linearer AfA also über 50 Jahre. Sofort als Werbungskosten abziehbar ist sie nicht. Bei Selbstnutzung ist sie gar nicht absetzbar.
Lässt sich die Grunderwerbsteuer in Sachsen senken?
Bemessungsgrundlage ist nach § 8 Abs. 1 GrEStG die Gegenleistung – nicht automatisch der volle Kaufpreis. Mitverkaufte bewegliche Sachen (Einbauküche, Markisen, Gartengeräte) sind keine Gegenleistung für das Grundstück und dürfen abgezogen werden, wenn sie im Notarvertrag einzeln mit realistischen Zeitwerten ausgewiesen sind. Bei 5,5 % spart ein abgesetztes Inventar von 15.000 € rund 825 €. Eine Erhaltungsrücklage der WEG mindert die Bemessungsgrundlage ebenfalls.
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