Zinshaus · Nordrhein-Westfalen

Zinshaus Köln: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026

Köln ist die größte Stadt in NRW und ein stabiler B-Markt mit verlässlichem Mietniveau. Der hohe GrESt-Satz von 6,5 % macht Kaufnebenkosten zur entscheidenden Stellschraube. Kurz: Ein vermietetes Zinshaus in Köln wird mit dem 22- bis 28-fachen der Jahresnettomiete gehandelt – bei 600 m² sind das 1.911.888 € bis 2.433.312 €.
Laden im App StoreJetzt bei Google Play
Kostenlos startenBrowser, iOS & AndroidDSGVO-konform
Marktdaten

Schlüsselzahlen für Köln

Lagen-Klasse

B-Stadt

Bruttomietrendite

3,6 % – 4,5 %

Vervielfältiger

22 – 28

Grunderwerbsteuer

6,5 %

Durchschnittliche Wohnungsmiete in Köln: 14,2 €/m². NRW-spezifisch: Maklercourtage üblich 3,57 % Käuferanteil, GrESt 6,5 % – Kaufneben­kosten landen bei knapp 11,6 %. Bei Bestandsbauten: Erbbaurecht-Prüfung in mehreren Stadtteilen.

Bewertung

Zinshaus in Köln bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt

Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in Köln wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in Köln so aus:

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
12,07 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 14,2 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
86.904 €

600 m² × 12,07 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Faktor Köln
22 – 28

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
1.911.888 € – 2.433.312 €

Entspricht 3,6 % bis 4,5 % Bruttomietrendite

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 521.424 € Unterschied:

Zustand & LageFaktorErtragswertRendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel221.911.888 €4,545 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten252.172.600 €4,0 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel282.433.312 €3,571 %

Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.

Rendite eines Zinshauses in Köln

Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Nordrhein-Westfalen – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.

€
€

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
87.000 €
Kaufnebenkosten (11,57 %)
251.416 €
Gesamtinvestition
2.424.416 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
69.600 €

Bruttomietrendite

4,00 %

Nettomietrendite

2,87 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.

Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Werttreiber

Was den Faktor in Köln bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 28 multipliziert 201.600 € Wert.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Nordrhein-Westfalen 6,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 11,57 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten

Kaufnebenkosten in Köln

In Nordrhein-Westfalen fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Makler­vermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 3,57 %. Zusammen 8,0 % ohne und 11,57 % mit Makler.

PostenSatzBei 2.173.000 €
Grunderwerbsteuer6,5 %141.245 €
Notar & Grundbuch1,5 %32.595 €
Maklercourtage (Käuferanteil)3,57 %77.576 €
Summe inkl. Makler11,57 %251.416 €

Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.

Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Köln-Werten.

Stadtteile

Wo Zinshäuser in Köln liegen

Die Faktor-Spanne für Köln bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:

  • Innenstadt
  • Lindenthal
  • Ehrenfeld
  • Nippes
  • Mülheim
  • Sülz
  • Klettenberg
  • Deutz

Mietpreis-Spannen für Bestandswohnungen im mittleren Zustand (Stand 2026). Die Lage wirkt doppelt: über die Miete und über den Faktor, den Käufer zahlen.

StadtteilMiete €/m²Charakter
Innenstadt (Altstadt-Nord/Süd)16 – 21Belgisches Viertel, Friesenviertel – Top-Lagen.
Lindenthal15 – 19Bürgerliches Familienviertel, Uni-Nähe.
Ehrenfeld13 – 17Kreatives Milieu, ehemals Arbeiterviertel, Aufwertung.
Sülz14 – 18Akademiker- und Familienviertel, stabile Nachfrage.
Nippes12 – 15Aufholer im Norden, Mix aus Alt- und Neumietern.
Mülheim11 – 14Rechtsrheinisch, Strukturwandel, höchste Renditen.
Mietspiegel

Mietspiegel Köln

Ausgabe 2025

Mietspiegel der Stadt Köln (qualifiziert)

Kölner Mietspiegel wird alle 2 Jahre erhoben. Mietpreisbremse + Kappungs­grenze gelten in ausgewiesenen Gebieten. Modernisierungs­umlage bundesweit nach § 559 Abs. 3a BGB gedeckelt auf 3 €/m² in 6 Jahren.

Lokale Besonderheiten

Worauf du in Köln achten musst

  • Erbbaurechte vor allem in den südlichen Stadtteilen (z.B. Bayenthal, Marienburg) – Restlaufzeit prüfen, beeinflusst Faktor stark.
  • NRW-GrESt 6,5 % + Makler 3,57 % Käuferanteil → Kaufnebenkosten 11,57 % statt 8,57 % in Bayern.
  • Soziale Erhaltungs­satzungen z.B. in Severinsviertel, Stollwerckviertel – Modernisierung genehmigungs­pflichtig.
  • Hochwasserzonen am Rhein (Rodenkirchen, Deutz) – Gebäudeversicherung mit Elementarschaden zwingend.
Häufige Fragen

Zinshaus Köln: Bewertung und Markt – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Köln?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Köln liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 22 und 28. Bei 600 m² Wohnfläche und 12,07 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 86.904 € und einen Wert zwischen 1.911.888 € und 2.433.312 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
Welcher Faktor ist in Köln realistisch?
22 bis 28. Den oberen Wert erreichen Objekte in Innenstadt oder Lindenthal mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 28 entspricht 3,6 %, 22 entspricht 4,5 %.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Köln?
In Nordrhein-Westfalen fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (3,57 %). In Summe sind das 8,0 % ohne und 11,57 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
Kann ich ein Mehrfamilienhaus in Köln kostenlos bewerten?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Köln?
Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In Köln betrifft das am ehesten Lagen wie Innenstadt.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Köln?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
Welche Mieten gelten in Köln?
Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Köln liegt bei rund 14,2 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Mietspiegel der Stadt Köln (qualifiziert).

Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.

Andere Städte

Zinshaus in weiteren Städten

Verwandte Themen

Weiter zu

Jetzt rechnen

Köln-Daten in der App hinterlegt.

Zinshaus rechnet automatisch mit dem 6,5 %-GrESt-Satz für Nordrhein-Westfalen und gibt Ertragswert und Sachwert nebeneinander aus. So bewertest du Objekte in Köln ohne Excel.