Zinshaus Frankfurt am Main: Bewertung, Faktor & Mietrendite 2026
Schlüsselzahlen für Frankfurt am Main
Lagen-Klasse
A-Lage
Bruttomietrendite
3,2 % – 4,2 %
Vervielfältiger
24 – 31
Grunderwerbsteuer
6,0 %
Durchschnittliche Wohnungsmiete in Frankfurt am Main: 17,5 €/m². Hoher Pendleranteil – Wohnungen werden überwiegend an Doppelverdiener und Banker vermietet. Sehr stabile Mieten, geringes Mietausfallrisiko bei mittlerer bis gehobener Lage.
Zinshaus in Frankfurt am Main bewerten – Ertragswert Schritt für Schritt
Ob Zinshaus, Mietshaus, Miethaus oder Mehrfamilienhaus: Ein vermietetes Wohnhaus in Frankfurt am Main wird über seinen Ertrag bewertet. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger. Für ein typisches kleineres Haus mit 600 m² sieht das in Frankfurt am Main so aus:
- Wohnfläche (Annahme)
- 600 m²
- Bestandsmiete je m²
- 14,88 €/m²
- Jahresnettomiete
- 107.100 €
- Faktor Frankfurt am Main
- 24 – 31
- Ertragswert-Bandbreite
- 2.570.400 € – 3.320.100 €
Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten
85 % der Durchschnittsmiete von 17,5 €/m² – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung
600 m² × 14,88 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten
Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand
Entspricht 3,2 % bis 4,2 % Bruttomietrendite
Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 749.700 € Unterschied:
| Zustand & Lage | Faktor | Ertragswert | Rendite |
|---|---|---|---|
| Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel | 24 | 2.570.400 € | 4,167 % |
| Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten | 27,5 | 2.945.250 € | 3,636 % |
| Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel | 31 | 3.320.100 € | 3,226 % |
Methodik: Die Faktormethode ist Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung genügt die Faktormethode; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank nicht.
Rendite eines Zinshauses in Frankfurt am Main
Vorbelegt mit dem Beispielhaus oben und den Kaufnebenkosten für Hessen – passe Kaufpreis und Miete für dein Objekt an.
Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.
- Jahresnettomiete
- 107.400 €
- Kaufnebenkosten (13,45 %)
- 396.103 €
- Gesamtinvestition
- 3.341.103 €
- NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
- 85.920 €
Bruttomietrendite
3,65 %
Nettomietrendite
2,57 %
Unter 4 % Bruttomietrendite – Zinshaus zeigt, ob Hebel und Steuern den Cashflow trotzdem positiv machen.
Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose in Zinshaus
Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – Zinshaus rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie. Im Browser oder in der App.
Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 5,95 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.
Was den Faktor in Frankfurt am Main bewegt
- Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 31 multipliziert 223.200 € Wert.
- Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
- Kaufnebenkosten der Käuferseite. In Hessen 6,0 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 13,45 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis.
- Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte.
Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main
In Hessen fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % auf den Kaufpreis an. Hinzu kommen Notar & Grundbuch (geschätzt 1,5 % – die GNotKG-Gebühren sind degressiv) und bei Maklervermittlung die Courtage zulasten des Käufers von 5,95 %. Zusammen 7,5 % ohne und 13,45 % mit Makler.
| Posten | Satz | Bei 2.945.000 € |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 6,0 % | 176.700 € |
| Notar & Grundbuch | 1,5 % | 44.175 € |
| Maklercourtage (Käuferanteil) | 5,95 % | 175.228 € |
| Summe inkl. Makler | 13,45 % | 396.103 € |
Satzverlauf und Nachbarländer stehen auf der Seite zur Grunderwerbsteuer Hessen. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur, wenn ein Verbraucher eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus kauft – für ein Mehrfamilienhaus nicht.
Vom Faktor zum Cashflow: Zinshaus rechnet alle Stufen mit Frankfurt am Main-Werten.
Wo Zinshäuser in Frankfurt am Main liegen
Die Faktor-Spanne für Frankfurt am Main bildet vor allem den Unterschied zwischen den Lagen ab. Klassische Zinshaus-Lagen:
- Westend
- Nordend
- Bornheim
- Bockenheim
- Sachsenhausen
- Ostend
- Riedberg
- Niederrad
Mietspiegel Frankfurt am Main
Ausgabe 2026 · geprüft am 26.09.2026
Mietspiegel 2026 der Stadt Frankfurt am Main (qualifiziert)
Gilt seit 25.06.2026 und weist eine durchschnittliche Vergleichsmiete von 12,28 €/m² aus – 6,8 % mehr als 2024. Ob die Mietpreisbremse greift, ist offen: Ein Frankfurter Gericht hat die hessische Mieterschutzverordnung am 10.06.2026 im Einzelfall für unwirksam erklärt (nicht rechtskräftig).
Zinshaus Frankfurt am Main: Bewertung und Markt – FAQ
- Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Frankfurt am Main?
- Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Frankfurt am Main liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 24 und 31. Bei 600 m² Wohnfläche und 14,88 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 107.100 € und einen Wert zwischen 2.570.400 € und 3.320.100 €. Für ein Mietshaus oder Miethaus gilt dasselbe Verfahren – die Begriffe meinen dasselbe Objekt.
- Welcher Faktor ist in Frankfurt am Main realistisch?
- 24 bis 31. Den oberen Wert erreichen Objekte in Westend oder Nordend mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 31 entspricht 3,2 %, 24 entspricht 4,2 %.
- Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main?
- In Hessen fällt eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % an. Hinzu kommen Notar und Grundbuch (geschätzt 1,5 %) sowie optional die Maklercourtage zulasten des Käufers (5,95 %). In Summe sind das 7,5 % ohne und 13,45 % mit Makler. Die hälftige Teilung der Courtage nach §§ 656c/656d BGB gilt nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser, die ein Verbraucher kauft – nicht für ein Mehrfamilienhaus.
- Kann ich ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt am Main kostenlos bewerten?
- Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht.
- Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Frankfurt am Main?
- Bei einem vermieteten Zinshaus führt der Ertragswert, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten oder wenn Aufteilungspotenzial im Raum steht. In Frankfurt am Main betrifft das am ehesten Lagen wie Westend.
- Was mindert den Wert eines Zinshauses in Frankfurt am Main?
- Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand.
- Welche Mieten gelten in Frankfurt am Main?
- Die durchschnittliche Wohnungsmiete in Frankfurt am Main liegt bei rund 17,5 €/m² (Stand 2026). Maßgeblich für Mieterhöhungen ist der Mietspiegel 2026 der Stadt Frankfurt am Main (qualifiziert).
Hinweis: keine Steuer- oder Anlageberatung. Faktoren und Mieten sind Marktspannen (Stand 2026); ein konkretes Objekt kann deutlich abweichen.
Zinshaus in weiteren Städten
Zinshaus Berlin →
Faktor 23–30 · GrESt 6,0 %
Zinshaus München →
Faktor 28–35 · GrESt 3,5 %
Zinshaus Hamburg →
Faktor 24–30 · GrESt 5,5 %
Zinshaus Köln →
Faktor 22–28 · GrESt 6,5 %
Zinshaus Düsseldorf →
Faktor 23–30 · GrESt 6,5 %
Zinshaus Stuttgart →
Faktor 24–30 · GrESt 5,0 %
Zinshaus Leipzig →
Faktor 18–25 · GrESt 5,5 %
Zinshaus Bremen →
Faktor 19–25 · GrESt 5,5 %
Zinshaus Hannover →
Faktor 20–26 · GrESt 5,0 %
Zinshaus Dresden →
Faktor 20–27 · GrESt 5,5 %
Zinshaus Nürnberg →
Faktor 22–28 · GrESt 3,5 %
Zinshaus Erlangen →
Faktor 24–30 · GrESt 3,5 %
Zinshaus Dortmund →
Faktor 18–24 · GrESt 6,5 %
Zinshaus Essen →
Faktor 17–23 · GrESt 6,5 %
Weiter zu
Frankfurt am Main-Daten in der App hinterlegt.
Zinshaus rechnet automatisch mit dem 6,0 %-GrESt-Satz für Hessen und gibt Ertragswert und Sachwert nebeneinander aus. So bewertest du Objekte in Frankfurt am Main ohne Excel.