Zinshaus · Bewertung

Zinshaus-Bewertung — Marktwert ehrlich rechnen

Zinshäuser werden über den Ertrag bewertet, nicht über den Quadratmeter­preis. Diese Seite erklärt das Ertragswert­verfahren mit Vervielfältiger, das Sachwert­verfahren mit Bodenrichtwert und warum die Differenz beider Werte oft die wichtigste Verhandlungs­zahl ist.
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Methoden

Drei Wege zum Marktwert eines Zinshauses

In Deutschland sind drei Bewertungs­verfahren etabliert. Welche Methode dominiert, hängt von Objekt und Zweck ab — bei Zinshäusern liegt der Schwerpunkt fast immer auf dem Ertragswert.

1 · Ertragswertverfahren

Jahresmiete × Faktor

Standard für vermietete Mehrfamilien­häuser. Der Vervielfältiger (18–32) bildet Lage, Zustand und Restnutzungsdauer ab. Diese Methode bestimmt 80 % der Verkaufs­preise im Bestand.

2 · Sachwertverfahren

Grundstück + Gebäude

Bodenrichtwert × Fläche plus Herstell­kosten abzüglich AfA. Wichtig bei Eigennutzung, Neubau, oder wenn der Ertragswert wegen niedriger Bestands­mieten unter dem fairen Wert liegt.

3 · Vergleichswertverfahren

Markt der letzten Quartale

Verkaufs­preise vergleichbarer Objekte, oft als €/m² oder als Faktor. Liefert eine schnelle Plausibilität, ist aber bei individuellen Zinshäusern selten die Hauptmethode.

Bewertung in 30 Sekunden — Web-Rechner

Ertragswert‐Daumengröße: Brutto- und Nettomietrendite. Trage Kaufpreis und Miete ein, das Bundesland setzt die richtigen Kaufnebenkosten.

Ergebnis
Jahresnettomiete
18.000 €
Kaufnebenkosten (11,57 %)
52.065 €
Gesamtinvestition
502.065 €
NOI (nach 20 % Bewirtschaftung)
14.400 €

Bruttomietrendite

4,00 %

Nettomietrendite

2,87 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen — Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

Eigenkapitalrendite, AfA & 10-Jahres-Prognose mit der App

Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen — die App rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie.

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Bewirtschaftung pauschal mit 20 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch pauschal 2 % vom Kaufpreis. Maklerprovision bei aktivierter Option als hälftiger Käuferanteil (3,57 %). Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Marktwert, Sachwert und Vergleichswert parallel: in der Zinshaus App.

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Vervielfältiger

Welcher Faktor passt zu welcher Lage?

Der Vervielfältiger ist die zentrale Stellschraube im Ertragswertverfahren. Er kapseln Lage, Mietniveau, Sanierungsstand und Restnutzungsdauer in einer einzigen Zahl. Typische Spannweiten (Stand 2026):

LageBeispielstädteFaktorBruttomietrendite
A-LageMünchen, Hamburg, Berlin25–323,1–4,0 %
B-StadtDüsseldorf, Köln, Stuttgart, Frankfurt22–283,6–4,5 %
B-LageLeipzig, Hannover, Bremen18–244,2–5,5 %
C-LageMittelstädte < 100k Einwohner14–205,0–7,1 %

Die Zinshaus App kalibriert den Faktor automatisch anhand von Lage, Zustand und Mieten — und zeigt dir den Range, in dem der Marktwert plausibel liegt.

Kaufnebenkosten

Was die Bewertung um 8–13 % verschiebt

Die Kaufnebenkosten gehören zwingend in jede ehrliche Bewertung — sie sind versunkene Kosten, sobald der Notar­vertrag steht. In Deutschland kommen pro Bundesland zwischen 8 % und 13 % vom Kaufpreis dazu:

  • Grunderwerbsteuer: 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen)
  • Notar & Grundbuch: rund 2,0 % vom Kaufpreis
  • Maklerprovision: seit Bestellerprinzip hälftig, üblich 3,57 % je Partei (inkl. MwSt.)

Zinshaus berechnet die Nebenkosten automatisch je Bundesland und legt sie auf den Kaufpreis — die Nettomietrendite nach Nebenkosten ist die Zahl, mit der du Objekte fair vergleichen kannst. Mehr dazu im Leitfaden Mietrendite.

Häufige Fragen

Fragen zur Zinshaus-Bewertung

Wie wird der Wert eines Zinshauses berechnet?
Zinshäuser werden im Ertragswertverfahren bewertet: Jahresnettomiete × Vervielfältiger (Faktor) ergibt den Ertragswert. Der Faktor liegt je nach Lage und Zustand zwischen 18 und 30. Zusätzlich vergleicht Zinshaus den Ertragswert mit dem Sachwert (Grundstück + Gebäude) und gibt eine ehrliche Marktwert-Bandbreite aus.
Was ist der Unterschied zwischen Ertragswert und Verkehrswert?
Der Ertragswert ist die mathematische Bewertung anhand der Mieteinnahmen. Der Verkehrswert (Marktwert) ist der Preis, den der Markt aktuell zahlt — er enthält Lage-, Zustands- und Stimmungs­faktoren. Bei Zinshäusern liegen beide Werte oft eng beieinander; bei A-Lagen kann der Markt einen Aufschlag zahlen, in Schrumpfregionen einen Abschlag.
Welcher Vervielfältiger ist für ein Zinshaus realistisch?
Der Faktor variiert stark nach Lage: A-Städte (München, Hamburg, Berlin) erreichen 25–32, B-Städte (Düsseldorf, Stuttgart, Köln) 22–28, B-Lagen 18–24, C-Lagen 14–20. Sanierungsstau und Mietausfallrisiko drücken den Faktor, lange Restnutzungsdauer und vermietete Einheiten heben ihn.
Brauche ich für die Zinshaus-Bewertung einen Gutachter?
Für die erste Investmententscheidung reichen Ertrags- und Sachwertverfahren, wie Zinshaus sie ausgibt. Für eine Finanzierung verlangen Banken meistens einen eigenen Wertgutachter (Beleihungswertgutachten). Für Erbschaft, Scheidung oder Verkauf ist ein zertifizierter Sachverständiger sinnvoll — die Zinshaus-Berechnung dient dann als Verhandlungsgrundlage.
Wie berücksichtige ich den Bodenrichtwert?
Im Sachwertverfahren wird der Bodenrichtwert mit der Grundstücksfläche multipliziert. Zinshaus erlaubt die Eingabe des Bodenrichtwerts pro m² — typische Werte findest du im BORIS-Portal des jeweiligen Bundeslandes. Bei Mehrfamilienhäusern macht der Boden oft 30–50 % des Sachwerts aus.
Bewertung nach Stadt

Zinshaus-Wert berechnen — Berlin, München, Hamburg & mehr

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