Bewertung · Stuttgart

Zinshaus in Stuttgart bewerten

Kurz: Der Wert eines vermieteten Zinshauses in Stuttgart ergibt sich aus der Jahresnettomiete multipliziert mit dem marktüblichen Vervielfältiger von 24 bis 30. Für ein Haus mit 600 m² Wohnfläche sind das 2.423.520 € bis 3.029.400 € Wo ein konkretes Objekt in dieser Spanne landet, entscheiden Zustand, Lage und Mietniveau. Rechne unten durch, welcher Faktor für deins gilt.
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Rechenweg

Ertragswert in Stuttgart – Schritt für Schritt

Das Ertragswertverfahren ist bei vermieteten Mehrfamilienhäusern das führende Verfahren: Der Käufer erwirbt einen Zahlungsstrom, nicht eine Bausubstanz. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger.

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
14,03 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 16,5 €/m² in Stuttgart – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
100.980 €

600 m² × 14,03 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Vervielfältiger Stuttgart
24 – 30

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
2.423.520 € – 3.029.400 €

Entspricht 3,3 % bis 4,2 % Bruttomietrendite

Diese Kurzform ist die Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert über die Restnutzungsdauer mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung liefert die Faktormethode dasselbe Ergebnis; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank reicht sie nicht.

Rendite eines Zinshauses in Stuttgart

Kaufpreis und Miete anpassen – Grunderwerbsteuer für Baden-Württemberg und Bewirtschaftung rechnet der Rechner mit.

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
100.800 €
Kaufnebenkosten (10,07 %)
274.508 €
Gesamtinvestition
3.000.508 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
80.640 €

Bruttomietrendite

3,70 %

Nettomietrendite

2,69 %

Unter 4 % Bruttomietrendite – Zinshaus zeigt, ob Hebel und Steuern den Cashflow trotzdem positiv machen.

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Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – die App rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie.

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Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Szenarien

Wo im Korridor liegt dein Objekt?

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 605.880 € Unterschied.

Zustand & LageFaktorErtragswertBruttorendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel242.423.520 €4,167 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten272.726.460 €3,704 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel303.029.400 €3,333 %
Werttreiber

Was den Faktor in Stuttgart bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 30 multipliziert 216.000 € Wert. Untervermietete Häuser sind deshalb nicht automatisch billig, sondern oft die besseren Käufe.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird von Käufern direkt vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten für die Käuferseite. In Baden-Württemberg sind das 5,0 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 10,07 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis – hohe Grunderwerbsteuer drückt tendenziell den Faktor.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte. Baden-Württemberg mit 5 % GrESt günstiger als NRW. Stuttgart hat aufgrund der Topografie wenig Verdichtungs­potenzial – Knappheits­prämie ist im Faktor enthalten.
Nach der Bewertung

Bewerten, halten oder verkaufen?

Eine Bewertung ist keine Verkaufsentscheidung. Vor einem Verkauf stehen zwei Fragen, die den Nettoerlös stärker bewegen als der letzte Faktorpunkt: die Spekulationsfrist nach § 23 EStG – innerhalb von zehn Jahren ist der Gewinn voll steuerpflichtig – und die Frage, ob im Ganzen oder nach Aufteilung verkauft wird.

Häufige Fragen

Zinshaus Stuttgart bewerten – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Stuttgart?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Stuttgart liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 24 und 30. Bei einem Haus mit 600 m² Wohnfläche und 14,03 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 100.980 € und einen Verkehrswert zwischen 2.423.520 € und 3.029.400 €. Die Spanne bildet Lage, Zustand und Restnutzungsdauer ab.
Welcher Vervielfältiger ist in Stuttgart realistisch?
24 bis 30. Den oberen Wert erreichen Objekte in Mitte oder West mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, hohem Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 30 entspricht 3,3 %, 24 entspricht 4,2 %.
Kann ich mein Zinshaus in Stuttgart kostenlos bewerten lassen?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Marktwert-Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht; dafür braucht es einen zertifizierten Sachverständigen.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Stuttgart?
Bei einem vermieteten Zinshaus ist der Ertragswert das führende Verfahren, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird dann relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten in guten Lagen oder wenn Aufteilungs- oder Abrisspotenzial im Raum steht. Bei Stuttgart mit Faktoren um 24–30 ist das vor allem in Mitte ein Thema.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Stuttgart?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand. Baden-Württemberg mit 5 % GrESt günstiger als NRW. Stuttgart hat aufgrund der Topografie wenig Verdichtungs­potenzial – Knappheits­prämie ist im Faktor enthalten.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Stuttgart?
In Baden-Württemberg fallen 5,0 % Grunderwerbsteuer an; mit Notar, Grundbuch und Maklercourtage summieren sich die Kaufnebenkosten auf 10,07 % des Kaufpreises. Für den Käufer sind sie Teil der Investitionssumme und drücken die Nettorendite – für den Verkäufer sind sie insofern relevant, als sie die Zahlungsbereitschaft der Käuferseite begrenzen.
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Ertragswert und Sachwert nebeneinander.

Die App rechnet für Stuttgart beide Verfahren, zieht den Bodenrichtwert automatisch und gibt eine Marktwert-Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit aus.