Zinshaus in Bremen bewerten
Ertragswert in Bremen – Schritt für Schritt
Das Ertragswertverfahren ist bei vermieteten Mehrfamilienhäusern das führende Verfahren: Der Käufer erwirbt einen Zahlungsstrom, nicht eine Bausubstanz. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger.
- Wohnfläche (Annahme)
- 600 m²
- Bestandsmiete je m²
- 8,08 €/m²
- Jahresnettomiete
- 58.140 €
- Vervielfältiger Bremen
- 19 – 25
- Ertragswert-Bandbreite
- 1.104.660 € – 1.453.500 €
Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten
85 % der Durchschnittsmiete von 9,5 €/m² in Bremen – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung
600 m² × 8,08 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten
Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand
Entspricht 4,0 % bis 5,3 % Bruttomietrendite
Diese Kurzform ist die Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert über die Restnutzungsdauer mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung liefert die Faktormethode dasselbe Ergebnis; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank reicht sie nicht.
Rendite eines Zinshauses in Bremen
Kaufpreis und Miete anpassen – Grunderwerbsteuer für Bremen und Bewirtschaftung rechnet der Rechner mit.
Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.
- Jahresnettomiete
- 58.200 €
- Kaufnebenkosten (12,95 %)
- 165.631 €
- Gesamtinvestition
- 1.444.631 €
- NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
- 46.560 €
Bruttomietrendite
4,55 %
Nettomietrendite
3,22 %
Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.
Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 5,95 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.
Wo im Korridor liegt dein Objekt?
Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 348.840 € Unterschied.
| Zustand & Lage | Faktor | Ertragswert | Bruttorendite |
|---|---|---|---|
| Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel | 19 | 1.104.660 € | 5,263 % |
| Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten | 22 | 1.279.080 € | 4,545 % |
| Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel | 25 | 1.453.500 € | 4,0 % |
Was den Faktor in Bremen bewegt
- Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 25 multipliziert 180.000 € Wert. Untervermietete Häuser sind deshalb nicht automatisch billig, sondern oft die besseren Käufe.
- Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird von Käufern direkt vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
- Kaufnebenkosten für die Käuferseite. In Bremen sind das 5,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 12,95 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis – hohe Grunderwerbsteuer drückt tendenziell den Faktor.
- Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte. Niedersächsische Pendlerquote prüfen – Wertentwicklung zwischen Bremen-Mitte und Walle/Findorff weicht spürbar voneinander ab. GrESt zum 1. Juli 2025 von 5,0 % auf 5,5 % erhöht. Der ortsübliche Käuferanteil an der Maklercourtage liegt in Bremen bei 5,95 % – die hälftige Teilung der §§ 656c/656d BGB gilt für ein Mehrfamilienhaus nicht.
Bewerten, halten oder verkaufen?
Eine Bewertung ist keine Verkaufsentscheidung. Vor einem Verkauf stehen zwei Fragen, die den Nettoerlös stärker bewegen als der letzte Faktorpunkt: die Spekulationsfrist nach § 23 EStG – innerhalb von zehn Jahren ist der Gewinn voll steuerpflichtig – und die Frage, ob im Ganzen oder nach Aufteilung verkauft wird.
Zinshaus Bremen bewerten – FAQ
- Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Bremen?
- Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Bremen liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 19 und 25. Bei einem Haus mit 600 m² Wohnfläche und 8,08 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 58.140 € und einen Verkehrswert zwischen 1.104.660 € und 1.453.500 €. Die Spanne bildet Lage, Zustand und Restnutzungsdauer ab.
- Welcher Vervielfältiger ist in Bremen realistisch?
- 19 bis 25. Den oberen Wert erreichen Objekte in Schwachhausen oder Östliche Vorstadt mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, hohem Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 25 entspricht 4,0 %, 19 entspricht 5,3 %.
- Kann ich mein Zinshaus in Bremen kostenlos bewerten lassen?
- Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Marktwert-Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht; dafür braucht es einen zertifizierten Sachverständigen.
- Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Bremen?
- Bei einem vermieteten Zinshaus ist der Ertragswert das führende Verfahren, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird dann relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten in guten Lagen oder wenn Aufteilungs- oder Abrisspotenzial im Raum steht. Bei Bremen mit Faktoren um 19–25 ist das vor allem in Schwachhausen ein Thema.
- Was mindert den Wert eines Zinshauses in Bremen?
- Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand. Niedersächsische Pendlerquote prüfen – Wertentwicklung zwischen Bremen-Mitte und Walle/Findorff weicht spürbar voneinander ab. GrESt zum 1. Juli 2025 von 5,0 % auf 5,5 % erhöht. Der ortsübliche Käuferanteil an der Maklercourtage liegt in Bremen bei 5,95 % – die hälftige Teilung der §§ 656c/656d BGB gilt für ein Mehrfamilienhaus nicht.
- Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Bremen?
- In Bremen fallen 5,5 % Grunderwerbsteuer an; mit Notar, Grundbuch und Maklercourtage summieren sich die Kaufnebenkosten auf 12,95 % des Kaufpreises. Für den Käufer sind sie Teil der Investitionssumme und drücken die Nettorendite – für den Verkäufer sind sie insofern relevant, als sie die Zahlungsbereitschaft der Käuferseite begrenzen.
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Ertragswert und Sachwert nebeneinander.
Die App rechnet für Bremen beide Verfahren, zieht den Bodenrichtwert automatisch und gibt eine Marktwert-Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit aus.