Zinshaus in Frankfurt am Main bewerten
Ertragswert in Frankfurt am Main – Schritt für Schritt
Das Ertragswertverfahren ist bei vermieteten Mehrfamilienhäusern das führende Verfahren: Der Käufer erwirbt einen Zahlungsstrom, nicht eine Bausubstanz. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger.
- Wohnfläche (Annahme)
- 600 m²
- Bestandsmiete je m²
- 14,88 €/m²
- Jahresnettomiete
- 107.100 €
- Vervielfältiger Frankfurt am Main
- 24 – 31
- Ertragswert-Bandbreite
- 2.570.400 € – 3.320.100 €
Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten
85 % der Durchschnittsmiete von 17,5 €/m² in Frankfurt am Main – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung
600 m² × 14,88 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten
Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand
Entspricht 3,2 % bis 4,2 % Bruttomietrendite
Diese Kurzform ist die Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert über die Restnutzungsdauer mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung liefert die Faktormethode dasselbe Ergebnis; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank reicht sie nicht.
Rendite eines Zinshauses in Frankfurt am Main
Kaufpreis und Miete anpassen – Grunderwerbsteuer für Hessen und Bewirtschaftung rechnet der Rechner mit.
Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.
- Jahresnettomiete
- 107.400 €
- Kaufnebenkosten (13,45 %)
- 396.103 €
- Gesamtinvestition
- 3.341.103 €
- NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
- 85.920 €
Bruttomietrendite
3,65 %
Nettomietrendite
2,57 %
Unter 4 % Bruttomietrendite – Zinshaus zeigt, ob Hebel und Steuern den Cashflow trotzdem positiv machen.
Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 5,95 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.
Wo im Korridor liegt dein Objekt?
Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 749.700 € Unterschied.
| Zustand & Lage | Faktor | Ertragswert | Bruttorendite |
|---|---|---|---|
| Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel | 24 | 2.570.400 € | 4,167 % |
| Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten | 27,5 | 2.945.250 € | 3,636 % |
| Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel | 31 | 3.320.100 € | 3,226 % |
Was den Faktor in Frankfurt am Main bewegt
- Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 31 multipliziert 223.200 € Wert. Untervermietete Häuser sind deshalb nicht automatisch billig, sondern oft die besseren Käufe.
- Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird von Käufern direkt vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
- Kaufnebenkosten für die Käuferseite. In Hessen sind das 6,0 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 13,45 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis – hohe Grunderwerbsteuer drückt tendenziell den Faktor.
- Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte. Hoher Pendleranteil – Wohnungen werden überwiegend an Doppelverdiener und Banker vermietet. Sehr stabile Mieten, geringes Mietausfallrisiko bei mittlerer bis gehobener Lage.
Bewerten, halten oder verkaufen?
Eine Bewertung ist keine Verkaufsentscheidung. Vor einem Verkauf stehen zwei Fragen, die den Nettoerlös stärker bewegen als der letzte Faktorpunkt: die Spekulationsfrist nach § 23 EStG – innerhalb von zehn Jahren ist der Gewinn voll steuerpflichtig – und die Frage, ob im Ganzen oder nach Aufteilung verkauft wird.
Zinshaus Frankfurt am Main bewerten – FAQ
- Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Frankfurt am Main?
- Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Frankfurt am Main liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 24 und 31. Bei einem Haus mit 600 m² Wohnfläche und 14,88 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 107.100 € und einen Verkehrswert zwischen 2.570.400 € und 3.320.100 €. Die Spanne bildet Lage, Zustand und Restnutzungsdauer ab.
- Welcher Vervielfältiger ist in Frankfurt am Main realistisch?
- 24 bis 31. Den oberen Wert erreichen Objekte in Westend oder Nordend mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, hohem Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 31 entspricht 3,2 %, 24 entspricht 4,2 %.
- Kann ich mein Zinshaus in Frankfurt am Main kostenlos bewerten lassen?
- Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Marktwert-Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht; dafür braucht es einen zertifizierten Sachverständigen.
- Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Frankfurt am Main?
- Bei einem vermieteten Zinshaus ist der Ertragswert das führende Verfahren, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird dann relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten in guten Lagen oder wenn Aufteilungs- oder Abrisspotenzial im Raum steht. Bei Frankfurt am Main mit Faktoren um 24–31 ist das vor allem in Westend ein Thema.
- Was mindert den Wert eines Zinshauses in Frankfurt am Main?
- Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand. Hoher Pendleranteil – Wohnungen werden überwiegend an Doppelverdiener und Banker vermietet. Sehr stabile Mieten, geringes Mietausfallrisiko bei mittlerer bis gehobener Lage.
- Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Frankfurt am Main?
- In Hessen fallen 6,0 % Grunderwerbsteuer an; mit Notar, Grundbuch und Maklercourtage summieren sich die Kaufnebenkosten auf 13,45 % des Kaufpreises. Für den Käufer sind sie Teil der Investitionssumme und drücken die Nettorendite – für den Verkäufer sind sie insofern relevant, als sie die Zahlungsbereitschaft der Käuferseite begrenzen.
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Ertragswert und Sachwert nebeneinander.
Die App rechnet für Frankfurt am Main beide Verfahren, zieht den Bodenrichtwert automatisch und gibt eine Marktwert-Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit aus.