Zinshaus in Essen bewerten
Ertragswert in Essen – Schritt für Schritt
Das Ertragswertverfahren ist bei vermieteten Mehrfamilienhäusern das führende Verfahren: Der Käufer erwirbt einen Zahlungsstrom, nicht eine Bausubstanz. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger.
- Wohnfläche (Annahme)
- 600 m²
- Bestandsmiete je m²
- 7,4 €/m²
- Jahresnettomiete
- 53.244 €
- Vervielfältiger Essen
- 17 – 23
- Ertragswert-Bandbreite
- 905.148 € – 1.224.612 €
Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten
85 % der Durchschnittsmiete von 8,7 €/m² in Essen – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung
600 m² × 7,4 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten
Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand
Entspricht 4,3 % bis 5,8 % Bruttomietrendite
Diese Kurzform ist die Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert über die Restnutzungsdauer mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung liefert die Faktormethode dasselbe Ergebnis; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank reicht sie nicht.
Rendite eines Zinshauses in Essen
Kaufpreis und Miete anpassen – Grunderwerbsteuer für Nordrhein-Westfalen und Bewirtschaftung rechnet der Rechner mit.
Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.
- Jahresnettomiete
- 53.400 €
- Kaufnebenkosten (11,57 %)
- 123.221 €
- Gesamtinvestition
- 1.188.221 €
- NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
- 42.720 €
Bruttomietrendite
5,01 %
Nettomietrendite
3,60 %
Solide Bruttomietrendite – Zinshaus rechnet darauf die Eigenkapitalrendite, AfA und Cashflow.
Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 3,57 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.
Wo im Korridor liegt dein Objekt?
Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 319.464 € Unterschied.
| Zustand & Lage | Faktor | Ertragswert | Bruttorendite |
|---|---|---|---|
| Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel | 17 | 905.148 € | 5,882 % |
| Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten | 20 | 1.064.880 € | 5,0 % |
| Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel | 23 | 1.224.612 € | 4,348 % |
Was den Faktor in Essen bewegt
- Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 23 multipliziert 165.600 € Wert. Untervermietete Häuser sind deshalb nicht automatisch billig, sondern oft die besseren Käufe.
- Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird von Käufern direkt vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
- Kaufnebenkosten für die Käuferseite. In Nordrhein-Westfalen sind das 6,5 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 11,57 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis – hohe Grunderwerbsteuer drückt tendenziell den Faktor.
- Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte. Sehr starke Spreizung Süd vs. Nord – Bredeney/Rüttenscheid handeln auf B-Stadt-Niveau, Altendorf/Katernberg auf C-Lagen-Niveau. Die Wahl des Stadtteils bestimmt den Faktor stärker als in jeder anderen deutschen Großstadt.
Bewerten, halten oder verkaufen?
Eine Bewertung ist keine Verkaufsentscheidung. Vor einem Verkauf stehen zwei Fragen, die den Nettoerlös stärker bewegen als der letzte Faktorpunkt: die Spekulationsfrist nach § 23 EStG – innerhalb von zehn Jahren ist der Gewinn voll steuerpflichtig – und die Frage, ob im Ganzen oder nach Aufteilung verkauft wird.
Zinshaus Essen bewerten – FAQ
- Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Essen?
- Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Essen liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 17 und 23. Bei einem Haus mit 600 m² Wohnfläche und 7,4 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 53.244 € und einen Verkehrswert zwischen 905.148 € und 1.224.612 €. Die Spanne bildet Lage, Zustand und Restnutzungsdauer ab.
- Welcher Vervielfältiger ist in Essen realistisch?
- 17 bis 23. Den oberen Wert erreichen Objekte in Rüttenscheid oder Südviertel mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, hohem Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 23 entspricht 4,3 %, 17 entspricht 5,8 %.
- Kann ich mein Zinshaus in Essen kostenlos bewerten lassen?
- Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Marktwert-Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht; dafür braucht es einen zertifizierten Sachverständigen.
- Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Essen?
- Bei einem vermieteten Zinshaus ist der Ertragswert das führende Verfahren, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird dann relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten in guten Lagen oder wenn Aufteilungs- oder Abrisspotenzial im Raum steht. Bei Essen mit Faktoren um 17–23 ist das vor allem in Rüttenscheid ein Thema.
- Was mindert den Wert eines Zinshauses in Essen?
- Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand. Sehr starke Spreizung Süd vs. Nord – Bredeney/Rüttenscheid handeln auf B-Stadt-Niveau, Altendorf/Katernberg auf C-Lagen-Niveau. Die Wahl des Stadtteils bestimmt den Faktor stärker als in jeder anderen deutschen Großstadt.
- Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Essen?
- In Nordrhein-Westfalen fallen 6,5 % Grunderwerbsteuer an; mit Notar, Grundbuch und Maklercourtage summieren sich die Kaufnebenkosten auf 11,57 % des Kaufpreises. Für den Käufer sind sie Teil der Investitionssumme und drücken die Nettorendite – für den Verkäufer sind sie insofern relevant, als sie die Zahlungsbereitschaft der Käuferseite begrenzen.
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Ertragswert und Sachwert nebeneinander.
Die App rechnet für Essen beide Verfahren, zieht den Bodenrichtwert automatisch und gibt eine Marktwert-Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit aus.