Bewertung · Hannover

Zinshaus in Hannover bewerten

Kurz: Der Wert eines vermieteten Zinshauses in Hannover ergibt sich aus der Jahresnettomiete multipliziert mit dem marktüblichen Vervielfältiger von 20 bis 26. Für ein Haus mit 600 m² Wohnfläche sind das 1.285.200 € bis 1.670.760 € Wo ein konkretes Objekt in dieser Spanne landet, entscheiden Zustand, Lage und Mietniveau. Rechne unten durch, welcher Faktor für deins gilt.
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Rechenweg

Ertragswert in Hannover – Schritt für Schritt

Das Ertragswertverfahren ist bei vermieteten Mehrfamilienhäusern das führende Verfahren: Der Käufer erwirbt einen Zahlungsstrom, nicht eine Bausubstanz. Die Kurzform, mit der Marktteilnehmer arbeiten, lautet Jahresnettomiete × Vervielfältiger.

Wohnfläche (Annahme)
600 m²

Typisches kleineres Zinshaus, 8–10 Wohneinheiten

Bestandsmiete je m²
8,92 €/m²

85 % der Durchschnittsmiete von 10,5 €/m² in Hannover – Bestandsmieten liegen unter der Neuvermietung

Jahresnettomiete
64.260 €

600 m² × 8,92 €/m² × 12 – kalt, ohne Betriebskosten

Vervielfältiger Hannover
20 – 26

Marktüblich für vermietete Mehrfamilienhäuser im mittleren Zustand

Ertragswert-Bandbreite
1.285.200 € – 1.670.760 €

Entspricht 3,8 % bis 5,0 % Bruttomietrendite

Diese Kurzform ist die Marktkonvention, nicht das normierte Verfahren. Das Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV trennt Boden- und Gebäudeertragswert, zieht Bewirtschaftungskosten ab und diskontiert über die Restnutzungsdauer mit dem Liegenschaftszinssatz. Für eine erste Einordnung liefert die Faktormethode dasselbe Ergebnis; für ein Gutachten gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank reicht sie nicht.

Rendite eines Zinshauses in Hannover

Kaufpreis und Miete anpassen – Grunderwerbsteuer für Niedersachsen und Bewirtschaftung rechnet der Rechner mit.

Eigenkapital, Zins und Tilgung ergänzen den Cashflow und die Eigenkapitalrendite.

Ergebnis
Jahresnettomiete
64.200 €
Kaufnebenkosten (11,26 %)
166.423 €
Gesamtinvestition
1.644.423 €
NOI (nach 20,0 % Bewirtschaftung)
51.360 €

Bruttomietrendite

4,34 %

Nettomietrendite

3,12 %

Marktübliche Rendite in A-Lagen – Eigenkapitalrendite und Steuereffekt entscheiden über das Ergebnis.

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Der Quickrechner zeigt zwei Kennzahlen – die App rechnet zehn Stufen, inklusive Steuern, Cashflow und Exit-Strategie.

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Bewirtschaftung pauschal mit 20,0 % der Jahresmiete angesetzt (Daumengröße für Hausgeld, Instandhaltung und Mietausfall). Notar & Grundbuch mit 1,5 % vom Kaufpreis geschätzt – die GNotKG-Gebühren sind degressiv, ein fester Prozentsatz ist immer nur eine Näherung. Maklerprovision bei aktivierter Option mit 4,76 % als Käuferanteil. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte gilt die Deckelung der §§ 656c/656d BGB nicht – angesetzt ist deshalb der volle ortsübliche Käuferanteil, nicht die Hälfte der Gesamtcourtage. Berechnung ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Szenarien

Wo im Korridor liegt dein Objekt?

Derselbe Mietertrag, drei Zustände – der Faktor entscheidet über 385.560 € Unterschied.

Zustand & LageFaktorErtragswertBruttorendite
Sanierungsbedarf, Mieten unter Spiegel201.285.200 €5,0 %
Mittlerer Zustand, marktübliche Mieten231.477.980 €4,348 %
Gepflegt, gute Lage, Mieten am Spiegel261.670.760 €3,846 %
Werttreiber

Was den Faktor in Hannover bewegt

  • Mietniveau gegen Mietspiegel. Der größte Hebel. Ein Euro je m² Differenz sind bei 600 m² schon 7.200 € Jahresmiete – mit Faktor 26 multipliziert 187.200 € Wert. Untervermietete Häuser sind deshalb nicht automatisch billig, sondern oft die besseren Käufe.
  • Restnutzungsdauer und Sanierungsstand. Dach, Fassade, Heizung und Leitungen. Ein anstehender Heizungstausch nach GEG wird von Käufern direkt vom Preis abgezogen, nicht über den Faktor eingepreist.
  • Kaufnebenkosten für die Käuferseite. In Niedersachsen sind das 5,0 % Grunderwerbsteuer, insgesamt 11,26 %. Was der Käufer an Nebenkosten aufbringt, fehlt ihm im Kaufpreis – hohe Grunderwerbsteuer drückt tendenziell den Faktor.
  • Rechtliche Lasten. Erbbaurecht, Wegerechte, Denkmalschutz, Milieuschutz und Vorkaufsrechte. Niedersachsen mit 5 % GrESt günstiger als NRW. Hannover punktet mit großem Bestand an Gründerzeit-Häusern (Denkmal-AfA von 9 % Sanierungs­anteil über 8 Jahre möglich) – relevant für die Nachsteuerrendite.
Nach der Bewertung

Bewerten, halten oder verkaufen?

Eine Bewertung ist keine Verkaufsentscheidung. Vor einem Verkauf stehen zwei Fragen, die den Nettoerlös stärker bewegen als der letzte Faktorpunkt: die Spekulationsfrist nach § 23 EStG – innerhalb von zehn Jahren ist der Gewinn voll steuerpflichtig – und die Frage, ob im Ganzen oder nach Aufteilung verkauft wird.

Häufige Fragen

Zinshaus Hannover bewerten – FAQ

Wie berechne ich den Wert eines Zinshauses in Hannover?
Im Ertragswertverfahren: Jahresnettomiete × Vervielfältiger. In Hannover liegt der marktübliche Faktor für ein vermietetes Mehrfamilienhaus im mittleren Zustand zwischen 20 und 26. Bei einem Haus mit 600 m² Wohnfläche und 8,92 €/m² Bestandsmiete ergibt das eine Jahresnettomiete von 64.260 € und einen Verkehrswert zwischen 1.285.200 € und 1.670.760 €. Die Spanne bildet Lage, Zustand und Restnutzungsdauer ab.
Welcher Vervielfältiger ist in Hannover realistisch?
20 bis 26. Den oberen Wert erreichen Objekte in Mitte oder List mit gepflegter Substanz und Mieten nahe dem Mietspiegel. Am unteren Ende stehen Häuser mit Sanierungsstau, hohem Leerstand oder Mieten deutlich unter Marktniveau. Der Kehrwert des Faktors ist die Bruttomietrendite: 26 entspricht 3,8 %, 20 entspricht 5,0 %.
Kann ich mein Zinshaus in Hannover kostenlos bewerten lassen?
Eine erste Einordnung bekommst du ohne Kosten und ohne Maklerkontakt: Jahresnettomiete mit dem lokalen Faktor multiplizieren. Die Zinshaus-App rechnet zusätzlich den Sachwert (Bodenrichtwert × Grundstücksfläche plus Gebäudewert) und gibt eine Marktwert-Bandbreite aus beiden Verfahren aus. Ein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV – verbindlich gegenüber Finanzamt, Gericht oder Bank – ersetzt das nicht; dafür braucht es einen zertifizierten Sachverständigen.
Ertragswert oder Sachwert – was zählt in Hannover?
Bei einem vermieteten Zinshaus ist der Ertragswert das führende Verfahren, weil der Käufer den Zahlungsstrom kauft, nicht die Bausubstanz. Der Sachwert dient als Plausibilitätskontrolle und wird dann relevant, wenn er den Ertragswert deutlich übersteigt – etwa bei stark untervermieteten Objekten in guten Lagen oder wenn Aufteilungs- oder Abrisspotenzial im Raum steht. Bei Hannover mit Faktoren um 20–26 ist das vor allem in Mitte ein Thema.
Was mindert den Wert eines Zinshauses in Hannover?
Mieten unter dem Mietspiegel (jeder Euro Differenz je m² schlägt mit dem Faktor multipliziert durch), Sanierungsstau bei Dach, Fassade und Heizung, eine kurze Restnutzungsdauer, Erbbaurecht statt Eigentum, laufende Mietstreitigkeiten und Leerstand. Niedersachsen mit 5 % GrESt günstiger als NRW. Hannover punktet mit großem Bestand an Gründerzeit-Häusern (Denkmal-AfA von 9 % Sanierungs­anteil über 8 Jahre möglich) – relevant für die Nachsteuerrendite.
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hannover?
In Niedersachsen fallen 5,0 % Grunderwerbsteuer an; mit Notar, Grundbuch und Maklercourtage summieren sich die Kaufnebenkosten auf 11,26 % des Kaufpreises. Für den Käufer sind sie Teil der Investitionssumme und drücken die Nettorendite – für den Verkäufer sind sie insofern relevant, als sie die Zahlungsbereitschaft der Käuferseite begrenzen.
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Ertragswert und Sachwert nebeneinander.

Die App rechnet für Hannover beide Verfahren, zieht den Bodenrichtwert automatisch und gibt eine Marktwert-Bandbreite statt einer Scheingenauigkeit aus.